Unser Couchsurfing-Erlebnis in Hong Kong

BIGJOURNEY - Reiseberichte - Hong Kong - Couchsurfing

Nach den ersten zugegeben anstrengenden Stunden in Hong Kong waren wir natürlich als erstes total gespannt auf unseren Couchsurfing-Host Kyle. Freundlicherweise holte er uns an der Busstation ab und nahm uns dort herzlich in Empfang. Es dauerte nicht lange, bis wir vor einem dieser riesigen und zugegeben super hässlichen Wohnkomplexe standen. Hier lebte er – in der 6. Etage eines 54-stöckigen Wohnhauses. Die Tür war mit einem Gitter verriegelt, an dem auf mittlerer Höhe ein Tuch befestigt war und sich am unteren Rand ein etwa 30 cm hoher Pappkarton befand. Kyle erklärte uns, dass sie frische Luft mögen und deswegen egal ob Sommer oder Winter gerne die Türe und auch Fenster offen lassen und das Tuch als Sichtschutz diene. Und der Pappkarton? Der soll ungebetene Gäste wie beispielsweise Ratten fernhalten. Okay!!!

Unser vorübergehendes Zuhause

Also Füße hoch und rein in die Wohnung. Der erste Eindruck war „klein und einfach“. Durch die Wohnungstür betrat man direkt Wohn- und Esszimmer, dass ca. 15 m² groß war und in dem bereits 2 andere Couchsurfer nächtigten. Direkt vom Wohn-/Esszimmer geht es in eine winzige Küche und auch das kleine Bad grenzt direkt an das Zimmer an. Im „hinteren“ Teil der Wohnung vermuteten wir, dass sich noch 3 weitere kleine Zimmer befanden, denn zusätzlich zu uns, den beiden anderen Couchsurfern, die aus einer Notsituation heraus kurzfristig von Kyle aufgenommen wurden, nächtigen hier noch 3 weitere Familienmitglieder. Das werden ja entspannte Nächte, dachte ich mir.

Essen mit der ganzen Familie

Reisetagebuch - bigjourney - couchsurfing in hong kongKyle´s Mutter war so lieb uns nach dem 34-Stunden-wach-Marathon ein echtes Hongkong-Menü zu zaubern. Es gab Suppe mit Möhren, Walnüssen, Erdnüssen und „old cucumber“, die meines Erachtens nach doch etwas gewöhnungsbedürftig schmeckte. Neben der Suppenschale lagen 2 Stäbchen zum Essen. Hm, wie bekomme ich damit jetzt die Suppe in meinen Mund? Kyle erkannte meine Notlage und erklärte, dass man die Suppenschale möglichst nahe an seinen Mund hält, alles was geht mit dem Stäbchen in den Mund schiebt und dazu die Brühe einfach aus der Schale schlürft. Ja, und dann begann es, dass für uns ungewohnte, laute und herzhafte Schlürfen, Schmatzen und Rülpsen, dass in Hong Kong zur Tischmanier dazu gehört. Anschließend gab es eine Schale Reis für jeden und auf dem Tisch wurden Hähnchen mit Brokkoli sowie Fisch mit Tofu serviert, von dem wir uns gemeinsam bedienten. Sehr simpel und sehr lecker.
Nach dem Essen breiteten wir unsere Lager im Zimmer aus. Dennis und ich schliefen jeweils auf einer Sofaecke, die beiden anderen auf dem Fußboden. Trotz der kuscheligen Nähe zueinander, war es leider überhaupt nicht kuschelig, denn die Freude an frischer Luft sorgte für gefühlte Minusgrade.

Fazit über unser erstes Couchsurfing

Wie sagt man so schön? Man gewöhnt sich an alles! Und ganz ehrlich? Trotz der durchaus sehr einfachen und auch anderen Wohnverhältnisse im Vergleich zu Deutschland, hatten wir bei Kyle eine sehr, sehr schöne Zeit. Er hat uns nicht nur seine Wohnung zur Verfügung gestellt, sondern uns auch zu typischen Restaurants mitgenommen, uns wertvolle Reisetipps gegeben. Außerdem hat er uns an typischen Traditionen teilhaben lassen und uns viel über die Stadt und seine Kultur erzählt. Wir haben die Zeit mit ihm sehr genossen und würden jederzeit wieder kommen. Auch die Erfahrungen, die wir mit den anderen Couchsurfern austauschen konnten, waren für uns sehr aufschlussreich. An dieser Stelle noch einmal ein großes Dankeschön für die Gastfreundschaft und die Mühen, lieber Kyle!


Weiteres über Hong Kong erfahrt ihr in den Reiseberichten über Hong Kong.

Habt ihr schon mal Couchsurfing gemacht? Wie waren eure Erfahrungen? Wir freuen uns über eure Kommentare.

Die Autorin: Vanessa

Hallöchen, mein Name ist Vanessa und ich bin die Organisationseinheit auf unseren Reisen. Ich bin Sonnenanbeterin und eine absolute Wasserratte, daher liebe ich besonders den Strand und das Meer. Ganz nach dem Motto „collect moments not things…“, genieße ich jeden einzelnen Moment, den ich mit außergewöhnlichen Erlebnissen verbringen kann.

2018-01-26T21:48:24+00:00

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