Die ersten Stunden in Hong Kong

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Irgendwo zwischen Freude und Chaos

Die Ankunft am Flughafen

Nach ca. 10 Stunden Flug kamen wir völlig erschöpft gegen 7 Uhr morgens in Hong Kong an. Die erste Hürde war der Weg zum Gepäckband. Die für uns kryptischen kantonesischen Kritzeleien ergaben leider wenig Sinn. Daher folgten wir einfach der Masse der Passagiere aus unserem Flugzeug. Gefühlt liefen wir eine halbe Ewigkeit bis wir endlich an der Passport-Kontrolle ankamen. Wir stellten uns an und nach einer weiteren Ewigkeit kamen wir vorne an. Blöderweise haben wir vergessen den Ankunftsschein auszufüllen. Wieder hinten anstellen kam natürlich nicht in Frage also kletterte Dennis mehr oder weniger elegant zwischen und unter den Absperrbändern und den ganzen Menschen hindurch und organisierte uns einen dieser Zettel. Schnell Name, Flugnummer und Anschrift in Hong Kong auf den Zettel gekritzelt und ab durch die Passkontrolle.

Weiter geht es zum Gepäckband, auf dem unsere Rucksäcke schon einige Runden drehten. Also Rucksack auf und weiter geht die fröhliche Reise durch den Flughafen.

Der Kampf um das Bus-Ticket in die Stadt

Da wir von unserem Couchsurfing-Host bereits wussten, dass wir mit dem Bus in die Stadt fahren müssen, begaben wir uns zunächst auf die Suche nach einer Möglichkeit, um an Bargeld zu kommen. Dennis schob seine Kreditkarte in einen Automaten, tippte die PIN-Nummer ein und… wie sollte es anders sein, „Your Code is incorrect. Please try it again.“ – na ganz toll, dachte ich mir. Das fängt ja gut an. Nach 5 oder 6 weiteren Versuchen gaben wir auf. Lieber eine Karte ohne Pin-Code, als eine Kreditkarte die vom Automaten gegessen wurde.

Wir folgten den Bus-Schildern und fanden glücklicherweise schnell zur richtigen Haltestelle. So, jetzt kann bestimmt nichts mehr schief gehen.  Der Bus kam und wir stiegen ein. „2 Tickets to Sha Tin Pass Road, please“. Leider verstand der Busfahrer wohl nur „Chinesisch“ und scheuchte uns aus dem Bus. Verwirrt stiegen wir wieder aus und warteten auf den Nächsten. Das Ergebnis war dasselbe, jedoch fiel dieses Mal das Wort „Ticket Shop“. Ahhhh ok – also los geht es zum Ticket-Schalter, an dem eine uuunfassbar nette Dame saß – nicht – die uns in einem kurzen knappen Satz sagte, dass wir das Ticket beim Busfahrer kaufen müssen. Joa, das ist ja ganz toll.

Mittlerweile leicht verzweifelt liefen wir zum Informationsschalter im Flughafen. Hier sahen wir glücklicherweise ein Schild an dem stand, dass man bitte passend beim Busfahrer bezahlen soll. Ob das die Lösung für unser Problemchen ist? Also gut, Geld tauschen und wieder zurück. Ich beobachtete eine Dame vor uns, wie sie beim Einsteigen ihr Geld einfach in einen Schlitz steckte. Gut, dass machen wir jetzt auch einfach so! Entschlossen gingen wir rein und hielten ihm das Geld unter die Nase. Der Busfahrer deutete auf einen Schlitz für das Geld und winkte uns durch. Was? Und so einfach war das jetzt? Das hätten wir auch schneller haben können.

Die Fahrt in die Innenstadt

Nun stand uns eine ca. einstündige Busfahrt in Richtung Stadtzentrum bevor. Während der Fahrt entdecken wir das erste Mal diese unfassbar hohen und unschönen Gebäude, die sich nebeneinander türmten und sich scheinbar in ihrer Hässlichkeit konkurrierten. Schockiert und gleichzeitig fasziniert starrten wir aus dem Fenster.

Wir fuhren auf eine Brücke zu und aus der Ferne dachte ich, eine unfassbar große Katze zu sehen, welche diese überquerte. Als wir näher kamen sah ich jedoch, dass das ganz und gar keine Katze war, sondern ein Affe. Ein Affe? Ein Affe mitten in Hong Kong?! Das war absolut faszinierend für uns. Oh, unsere Station ist auf dem Leuchtschild angeschrieben. Wir müssen aussteigen…

Chaotisch, anstrengend und gleichzeitig beeindruckend waren die ersten Stunden, aber wir freuen uns sehr auf die Zeit, die wir in Hong Kong verbringen werden.


Unseren Aufenthalt in Hong Kong verbrachten wir als Couchsurfer bei Kyle. Wie unser erstes Chouchsurfing-Erlebnis aussah erfahrt ihr in diesem Artikel.

Die Autorin: Vanessa

Hallöchen, mein Name ist Vanessa und ich bin die Organisationseinheit auf unseren Reisen. Ich bin Sonnenanbeterin und eine absolute Wasserratte, daher liebe ich besonders den Strand und das Meer. Ganz nach dem Motto „collect moments not things…“, genieße ich jeden einzelnen Moment, den ich mit außergewöhnlichen Erlebnissen verbringen kann.

2018-01-26T21:38:32+00:00

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