BIGJOURNEY - Dong Hoi - Fischerboote

Dong Hoi – Startpunkt für Ausflüge in die Höhlen des Phong Nha Ke Bang Nationalparks

Nachdem wir eine Woche in dem Örtchen Tam Coc, in der „trockenen Halong Bucht“ verbrachten, waren unsere nächsten Ziele die Höhlen des Phong Nha Ke Bang Nationalparks: Phong Nha Cave, Paradise Cave und Dark Cave. Nun stellte sich für uns die Frage, von wo aus wir die Höhlen am Besten erkunden können. Die Antwort darauf wäre sicherlich ohne Zweifel Phong Nha. Der kleine Ort Phong Nha liegt nämlich direkt am Eingang des Nationalparks und demnach nahe an den verschiedenen Höhlen. Da Phong Nha jedoch, wie schon erwähnt, sehr klein ist und in erster Linie aus Hostels/Hotels, einigen Bars und Restaurants besteht, hat es nicht sehr viel zu bieten. Wer lediglich einen kurzen Zwischenstopp von 1-2 Tagen hier einlegen will, um die Höhlen zu erkunden, der ist hier sicherlich richtig.

Da wir aber viel Zeit haben und gerne auch etwas länger an einem Ort bleiben wollen, haben wir uns deshalb für die Stadt Dong Hoi entschieden. Von dort aus starten täglich Touren in die Höhlen und außerdem haben wir in Dong Hoi wieder etwas mehr Leben um uns herum und die Berichte über die traumhaften Strände haben uns ebenso überzeugt.

Los geht´s nach Dong Hoi – Anreise von Tam Coc aus


Zwischen Tam Coc und Dong Hoi liegen ca. 400 km. Da wir unsere Reisezeit nicht unnötig verschwenden wollten, entschieden wir uns wieder für den Sleeper Bus – das Ticket (für 150.000 Dong, umgerechnet ca. 6 Euro) wurde wie immer schnell und problemlos vom Hotel gebucht. Ihr könnt also täglich hier euren Bus nach Dong Hoi oder eben auch nach Phong Nha buchen.
Am Abend warteten dann etliche Traveller auf den Bus, der sie zu den verschiedensten Zielen bringen sollte. Der 1. Bus fuhr vor – kein Platz mehr. Der 2. Bus lies allerdings nicht lange auf sich warten, doch zunächst schien es so, als wäre auch das nicht der Bus, der uns nach Dong Hoi bringt. Mopeds, Koffer, Rucksäcke und Reisende wurden in den Bus gequetscht und siehe da, plötzlich war das doch der richtige Bus nach Dong Hoi. Bei diesem Chaos fällt es tatsächlich schwer den Überblick zu behalten, aber wir verließen uns einfach auf unsere Hotelbesitzer und stiegen ein. Im Bus angekommen mussten wir dann notieren, wo wir hin wollen und obwohl ich ganz eindeutig „DONG HOI“ auf den Zettel schrieb, ist dem Busfahrer wohl entfallen, dass wir dort aussteigen wollen. Da ich bei dem ganzen Chaos ein ungutes Gefühl bekommen hatte, verfolgte ich unsere Route (glücklicherweise) auf meiner Map. Der Navigationspfeil auf meinem Handy näherte sich Dong Hoi, durchquerte Dong Hoi…dann bekam ich Panik und hetzte zum Fahrer, um ihm verständlich zu machen, dass wir doch hier aussteigen wollten. Der reagierte natürlich mit der typisch vietnamesischen Gelassenheit und ließ uns einfach an Ort und Stelle, irgendwo am Ende von Dong Hoi in einer verlassenen und stock-finsteren Seitengasse (nachts um halb 5) aussteigen. Auf die Frage, wie wir denn nun am besten zu unserem Hotel kommen, reagierte er, in dem er uns den nächst besten Moped-Fahrer heran winkte. Der fackelte nicht lange und lud Dennis, mich, unsere 2 riesen Trekkingrucksäcke und unsere beiden Tagesrucksäcke auf sein kleines Gefährt und ab ging es! Wir konnten es erst gar nicht glauben, dass er das tatsächlich alles auf EIN Moped laden möchte, aber es klappte tatsächlich ohne Probleme. In Vietnam scheint es sowieso so, als würde in jedes Auto, in jeden Bus oder auf jedes Moped noch mindestens eine Person mehr passen als man denkt. Nach ca. 5 Minuten Fahrt erreichten wir das Hotel – geschafft…
Wir stiegen ab und ich gab dem Fahrer das vorher vereinbarte Geld in die Hand. Erwartungsvoll streckte er auch Dennis die Hand hin. Da wir ja schon bezahlt hatten, griff der beherzt nach der Hand des Mopedfahrers, schüttelte sie einmal kräftig nach deutscher Manier, bedankte sich ganz höflich und ging weg. Nachdem der Mopedfahrer dann noch einige Minuten verdutzt vor der Tür stand bevor er weg fuhr, wurde uns erst klar, warum er Dennis die Hand hin streckte. Scheinbar hatten wir den verhandelten Preis falsch verstanden und hatten nun statt für zwei Personen nur eine Person bezahlt – peinlich!

Dong Hoi – ruhige Stadt und traumhafter Strand


Dong Hoi ist die Stadt an der schmalsten Stelle Vietnams und eher ein ruhiges Städtchen. Abgesehen von einem Spaziergang an der schönen River-Promenade oder dem Besuch des Marktes, gibt es hier nicht all zu viel zu sehen. Das absolute Highlight war für uns der wunderschöne Strand, den wir völlig für uns alleine hatten. Vermutlich lag es an der Jahreszeit (März), dass hier noch nicht all zu viel los war. Das ist nämlich eigentlich nicht die klassische Zeit für Strandurlaub in Vietnam – gut für uns! 🙂

Dong Hoi - Strand - BIGJOURNEY

Wir hatten ja lange überlegt, ob wir wirklich in diese Stadt fahren sollen oder doch lieber nach Phong Nha, da wir ja eigentlich hier hin kamen um die Höhlen zu besuchen. Unsere Entscheidung in Dong Hoi und nicht in Phong Nha zu übernachten, haben wir letztendlich aber nicht bereut. Wir hatten ein super schönes Hotel, das „Nam Long Hotel“, haben eine Stadt von Vietnam kennen gelernt die noch sehr ursprünglich und nicht von Touristen überlaufen ist und hatten einen tollen, entspannten Strandtag. Wenn ihr natürlich in Erwägung zieht, die Höhlen auf eigene Faust zu erkunden, dann solltet ihr auf jeden Fall in Phong Nha übernachten. Bei einer geführten Tour müsst ihr für euch selbst entscheiden, welcher Ausgangsort der bessere für euch ist.

Mögliche Ausflugspakete in den Phong Nha Ke Bang Nationalpark“


Über tripadvisor hatten wir gesehen, dass „Phong Nha Discovery“ wohl super schöne Touren von Dong Hoi aus in die Höhlen anbietet. Preise und Leistungen findet man entsprechend auf der Webseite. Wir buchten über unser Hotel, welches die Touren mit „Phong Nha Discovery“ anbot. Es stehen 3 Touren zur Auswahl:
1 – Phong Nha Cave und Paradise Cave für 1.000.000 Dong (ca. 40 Euro)
2 – Phong Nha Cave und Dark Cave für 1.360.000 Dong (ca. 55 Euro)
3 – Paradise Cave und Dark Cave für 1.360.000 Dong (ca. 55 Euro)

Wir entschieden uns für Variante 3 und wurden am Folgetag direkt vom Hotel abgeholt…

 

Paradise Cave


BIGJOURNEY - Dong Hoi - Paradise Cave - Phong Nha Ke Bang Nationalpark

Wir starteten unseren Ausflug gegen halb 10 morgens. Mit einem kleinen Minibus ging es in Richtung Phong Nha. Der Tourguide war super nett und witzig und erzählte uns während der ca. 1-stündigen Fahrt zur Paradise Cave viel über den Phong Nha Ke Bang Nationalpark, die Höhlen dort, der Geschichte Vietnams und vielem mehr. So verging die Zeit wie im Flug. An der Paradise Cave angekommen, ging es dann mit einem Buggy bis zum Eingang der Höhle, zumindest fast. Den Berg bzw. die Stufen nach oben zum Startpunkt muss man dann aber schon noch selbst zurück legen. Die Paradise Cave ist wirklich eine sehr beeindruckende Höhle – mit 30 km Länge ist sie die längste, trockene Höhle Asiens. Zunächst geht es einige Stufen bergab in das Innere der Höhle. Von hier aus hat man schon einen spektakulären Blick auf den „Vorraum“. Über einen Holzsteg spaziert man dann ca. 1 km in die Höhle hinein und hat die Möglichkeit die faszinierenden und wunderschön ausgeleuchteten Stalagmiten und Stalaktiten zu bestaunen. Den Rest der Paradise Cave kann man nur über eine besondere Adventure-Tour besuchen. Nach ca. 1 Stunde hatten wir unsere Runde gedreht und begaben uns wieder an die Oberfläche, um unsere Tour fortzusetzen…

Dark Cave


Unsere Gruppe trennte sich, der eine Teil fuhr nun weiter zur Phong Nha Cave und wir machten uns auf den Weg zur Dark Cave. Dort angekommen wurde uns erst einmal ein großes Mittagsmenü serviert. In einer riesigen mit Bananenblättern ausgelegten Schale wurden verschiedene Reissorten, Gemüse, gebackenes Fleisch, Reisnudeln u.v.m. serviert. Gestärkt hieß es nun, ab in die Badeklamotten, Schwimmweste an, Helm auf und los geht es. Die Dark Cave Tour ist nämlich keine gewöhnliche Besichtigung, viel mehr ist die Erkundung dieser Wasserhöhle als eine Art Abenteuertour ausgelegt. Unser erster Stop war dann der Turm, an dem die ca. 400 m lange Zipline quer über den Fluss startete. Da der Eingang der Höhle nur über das Wasser erreichbar ist, hieß es dann „rein da“ und zum Eingang der Höhle schwimmen. An dem Tag war es leider eher kühl und die Wassertemperatur lag lediglich bei 13°C. Daher war das dann doch eeetwas kühl, aber spaßig! Über einen Holzsteg begaben wir uns dann langsam in Richtung Dunkelheit. Lediglich die Stirnlampe am Helm sorgte dafür, dass man etwas sehen konnte – gruselig! Durch Wasserbecken und sehr schmale Gänge ging es dann zum Schlammbad. Hier konnten wir uns mal richtig wie die „Schweine im Dreck suhlen“ und es war heeeerrlich! „Turn off your lights“, sagte einer unserer Gruppe und alle folgten. Ein wahnsinnig cooles aber auch etwas unheimliches Erlebnis in einer dunklen Höhle bei völliger Stille in einem Schlammbad zu sitzen. Nach dem Bad traten wir dann wieder den Rückweg an. Für all diejenigen, die jetzt Lust auf diese Tour bekommen haben, wollen wir natürlich nicht alle Einzelheiten vorwegnehmen. Es ist tatsächlich noch etwas spannender, wenn man nicht jedes Detail im Voraus kennt. Daher lasst euch überraschen, was euch noch erwartet. Im folgenden Video haben wir noch einen kleinen Vorgeschmack für euch. 🙂

Unser Ausflugspaket „Tour Paradise Cave und Dark Cave“


Das Paket kostete 1.360.000 VND, also umgerechnet ca. 55 Euro und beinhaltete Folgendes:

  • Abholung am Hotel
  • Fahrt zu den Höhlen
  • 1 kleine Flasche Wasser im Bus
  • Eintritt Paradise Cave
  • Lunch
  • Eintritt inkl. Equipment  Dark Cave
  • Tee, Rum oder Wein nach der Dark Cave Tour
  • Rückfahrt zum Hotel
  • Englisch sprachiger Tourguide für den gesamten Tag

Von Dong Hoi aus ging es für uns weiter nach Hue und dann auf eigene Faust mit dem Motorroller über den Wolkenpass nach Hoi An, die für mich schönste Stadt Vietnams!

Ich hoffe ich konnte euch Dong Hoi und die Höhlen des Phong Nha Ke Bang Nationalparks etwas näher bringen. 🙂 Fragen, Kritik und Anmerkungen nehme ich wie immer gerne in den Kommentaren oder einer persönlichen Nachricht entgegen.

Die Autorin: Vanessa

Hallöchen, mein Name ist Vanessa und ich bin die Organisationseinheit auf unseren Reisen. Ich bin Sonnenanbeterin und eine absolute Wasserratte, daher liebe ich besonders den Strand und das Meer. Ganz nach dem Motto „collect moments not things…“, genieße ich jeden einzelnen Moment, den ich mit außergewöhnlichen Erlebnissen verbringen kann.

2016-12-19T14:36:58+00:00

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