Elephant Nature Park - Elefant

Ein wunderbarer Tag im Elephant Nature Park

Ein Ort, an dem traurige Elefanten wieder lernen zu lächeln…

Einmal Elefanten ganz nah sein! Als Tierliebhaber war das einer meiner größten Wünsche für unsere Reise durch Südostasien!
Und ich meine an dieser Stelle NICHT die Art von Nähe, bei der ich mich mit meinem Hintern in einen dieser Körbe auf den Rücken des Elefanten setze. Vielmehr wollte ich sie einfach in ihrem möglichst natürlichen Lebensraum erleben. Sehen wie sie mit ihren riesigen Stampferfüßen quer durch die Landschaft schlendern oder sich mit ihrem Rüssel das Essen in den Mund stopfen.

Elefanten reiten? No way!

In Laos und auch in Thailand gibt es dutzende Elefanten Camps, die Elefanten reiten anbieten. Viele Touristen scheinen das ja großartig zu finden. Wir hingegen fanden das total furchtbar! Wir wollten auf unserer Reise weder angekettete Affen streicheln, noch wollten wir mit betäubten Tigern kuscheln und genauso wenig wollten wir die gequälten Elefanten dazu nötigen diese schwere Last, UNS, zu tragen.

An dieser Stelle muss ich leider mal etwas loswerden, was mich ziemlich erschüttert und betrübt. Vielen ist das vielleicht nicht bewusst, deswegen kann ich es den meisten ja nicht mal übel nehmen. Dennoch sind Elefanten zwar groß, aber sie sind absolut nicht dafür gemacht schwere Lasten zu tragen. Ein Elefant kann im Normalfall 60-100 kg tragen. So jetzt seid ihr gefragt: riesiger Korb + zwei Personen  = ???, sicherlich nicht nur 60 bis 100 kg!
Was viele auch nicht wissen ist, dass Elefanten oft als Babys von ihren Eltern weggenommen werden und ganz schlimm gequält und dressiert werden. So werden sie dazu gebracht, ihren Mahouts zu gehorchen. Achtet mal auf die Mahouts, wenn sie im Nacken der Elefanten sitzen. Sie haben oft einen spitzen Gegenstand dabei, mit dem sie den Elefanten immer wieder in den Kopf und die Ohren stechen, um sie zu lenken. Eigentlich sollte es nicht verwunderlich sein, dass das Elefanten natürlich total weh tut. Trotzdem verschließen leider immer noch viele Menschen die Augen davor. Hauptsache die Touris haben einen guten Schnappschuss, den sie Zuhause zeigen können – traurig!

Genau aus diesen Gründen wollten wir in ein Elefanten-Camp, in dem Elefanten eben nicht geritten werden! Wir wollten in ein Camp, indem wir Elefanten beobachten und uns ihnen auch ggf. etwas annähern dürfen.

Der Elephant Nature Park

Einen sehr guten Ruf dafür hat der Elephant Nature Park nahe Chiang Mai in Thailand. Die Gründerin und ihre Angestellten haben es sich zur Lebensaufgabe gemacht misshandelten, gequälten und zur Arbeit ausgenutzten Tieren ein neues Zuhause zu schenken. Sie päppeln sie wieder auf und Sorgen dafür, dass sie in einer schönen Umgebung den Rest ihres Lebens glücklich und zufrieden leben können.

Genau so etwas haben wir gesucht. Unseren Tages-Trip dort hin haben wir dann eine gewisse Zeit im Voraus gebucht. Ihr müsst wirklich frühzeitig buchen, weil der Elephant Nature Park sehr beliebt ist und daher recht schnell ausgebucht ist. Bei der Buchung könnt ihr wählen, ob ihr am Hotel abgeholt werden wollt oder euch am Tag des Ausfluges im Office, direkt in Chiang Mai einfinden wollt. Da unser Hotel nicht weit von diesem Office entfernt war, sind wir zu Fuß dort hin gelaufen. In komfortablen und klimatisieren Mini-Vans sind wir dann auf einer ca. 1-stündigen Fahrt zum Elephant Nature Park gebracht worden. Während dieser Fahrt wird einem schonmal ein Video gezeigt, dass die oft schlimmen Schicksale von Elefanten zeigt.

Tagesablauf

Als wir dort ankamen und ich die ersten Dickhäuter entdeckte, schlug mein Herz schön höher! Diese Tiere sind sooo tooooll und ihre Füße sind so süß. 😀

Zu Beginn durften wir den Elefanten kleine Stücke Wassermelone reichen, die sie sich mit ihrem Rüssel aus unserer Hand schnappen konnten. Ich hatte das Gefühl, dass ihr das wirklich geschmeckt hatte. Als sie keine Lust mehr hatte, hat sie sich auch einfach umgedreht und ist gegangen. Es gibt dort also keinen Zwang für die Tiere.

elephant nature park dennis elephant

Anschließend haben wir einen ausgiebigen Rundgang durch das Territorium gemacht. Währenddessen erzählte uns eine Mitarbeiterin über die einzelnen Elefanten, deren Lebensgeschichten und ganz viel allgemeines über Elefanten. Hier hatten wir nun auch die Chance, den Elefanten wirklich sehr nahe zu kommen und sie auch mal kurz zu berühren. Das war schon ein sehr krasses Gefühl, als ich auf einmal so nah neben diesen Riesen stand. Wir hatten sogar das Glück, dass es erst ganz frisch Nachwuchs im Camp gab!!! Baby-Elefanten sind halt mal so riiiiiichtiiig niedlich! 🙂

Nach einer Mittagspause inklusive Essen durften wir dann die Elefanten beim Baden beobachten. Sie wurden von den Camp-Mitarbeitern zum Fluss geführt. Vor allem einer der jungen Elefanten hatte sichtlich Spaß daran, im kühlen Nass abzutauchen und durch die Gegend zu wubbeln.

Das Fazit unseres Tages-Trips

Alles in allem war das echt ein sehr sehr schöner Tag. Es tat einfach sehr gut zu sehen, dass es auch Menschen gibt, denen die Tiere am Herzen liegen. Sie nehmen sich deren Schicksal an, kümmern sich gut um sie und versuchen den Elefanten ein besseres Leben zu schenken.

Wie gesagt, ich hatte nicht das Gefühl, dass die Elefanten dort in irgend einer Art und Weise zu irgendetwas genötigt werden. Es gibt keine spitzen Werkzeuge mit denen die Elefanten angestochert werden oder sonst irgend etwas in der Art. Ganz im Gegenteil, ich hatte das Gefühl, dass die Camp-Mitarbeiter ihre Tiere wirklich gerne haben und es umgekehrt auch der Fall ist.

Genau aus dem Grund, würde ich den Besuch vom Elephant Nature Park jedem ans Herz legen, der zwar Elefanten einmal hautnah erleben will, aber trotzdem auf Tierschutz wert legt!

Preise für die verschiedenen Besucher-Pakete gibt es auf der Webseite des Elephant Nature Parks.


Nachdem wir einige Zeit in Chiang Mai verbracht und von dort aus auch den Elephant Nature Park besucht hatten, ging es für uns auf einer 11-stündigen Zugfahrt weiter in die Stadt der Tempel – Ayutthaya (Artikel folgt).

Ich weiß, das ist ein sehr sensibles Thema, aber trotzdem würde mich mal interessieren, wie ihr das mit dem Elefanten reiten & Co seht. Seid ihr auch der Meinung, dass das gar nicht geht oder ist das aus eurer Sicht kein Problem? Kennt ihr eventuell noch andere gute Elephant-Camps, die ihr in Thailand oder Laos empfehlen könnt? Hinterlasst einfach einen Kommentar oder eine private Nachricht – ich würde mich freuen! 🙂

Die Autorin: Vanessa

Hallöchen, mein Name ist Vanessa und ich bin die Organisationseinheit auf unseren Reisen. Ich bin Sonnenanbeterin und eine absolute Wasserratte, daher liebe ich besonders den Strand und das Meer. Ganz nach dem Motto „collect moments not things…“, genieße ich jeden einzelnen Moment, den ich mit außergewöhnlichen Erlebnissen verbringen kann.

2017-04-09T16:23:17+00:00

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