Bus oder Mietwagen – womit sich Malta am Besten erkunden lässt

Mietwagen oder Bus auf Malta

Ich habe keine Ahnung warum, aber während der gesamten Reisevorbereitung hatte ich einen festen Gedanken im Kopf: Wir werden Malta wunderbar bei einer ausgedehnten Fahrradtour erkunden können. Naja, peinlicherweise muss ich auch zugeben, dass ich lange dachte, wenn ich nach Malta fliege, dann fliege ich ins schöne Italien. 😀

Wie auch immer – dank einem Freund von Dennis, der seit einigen Jahren auf Malta lebt, habe ich die Idee mit dem Fahrrad an den Nagel gehängt und mich auf die tatsächlichen Transportmittel konzentriert, nämlich den Bus oder den Mietwagen.

Worüber du dir im Klaren sein solltest, wenn du dich für einen Mietwagen entscheidest

Der Freund von Dennis hat uns ganz klar zu einem Mietwagen geraten. Alleine der Gedanke an den Linksverkehr und den rasanten Fahrstil der Einheimischen hat allerdings meine Schweißproduktion schon dezent aus dem Gleichgewicht gebracht. Außerdem sollte man wissen, dass fast jeder Malteser ein Auto besitzt. Da Malta sehr klein ist, gibt es zur Rush-Hour ein großes Problem. Denn wenn alle Malteser gleichzeitig ihr Auto auf die Straße setzen, dann sind die Straßen auf der ganzen Insel einfach komplett voll und somit ist ein großer Stau angesagt. Für mich gab es also nur eine Möglichkeit von A nach B zu kommen: der öffentliche Bus (wobei der natürlich auch nicht immer vom Stau verschont bleibt)!

Die Entscheidung für den Bus ist jedoch auch nicht ganz ohne!

Im Nachhinein bin ich mir ehrlich gesagt nicht sicher, ob ich wieder so entscheiden würde. Sehr viele Busse starten nur vom zentralen Busbahnhof in Valetta. Das heißt, wir mussten ganz oft erstmal von Sliema mit dem Bus nach Valetta fahren, um von dort aus zu unserem eigentlichen Ziel zu kommen. Da die Busse nur in etwa jede halbe Stunde fahren, bedeutet das oft lange Wartezeiten. Genau dieser Grund führt wahrscheinlich auch dazu, dass sobald der Bus kommt, großes Schubsen und Quetschen angesagt ist, weil weder Touris noch Einheimische Lust haben weitere 30 Minuten auf den nächsten Bus zu warten. Wer nicht zur Kategorie Profi-Schubser oder -Quetscher gehört muss dann leider weitere 30 Minuten warten – und zack, so schnell ist dann schon eine ganze Stunde verschenkt.

Da die Routen der Busse teilweise nicht zwischen den einzelnen Orten, sondern eben nur zwischen Valetta und den einzelnen Hot-Spots verkehren, führt der Weg oft von einem Hotspot zurück nach Valetta, um dann weiter zum nächsten Hotspot zu fahren. Für Leute, die gerne viel in kurzer Zeit sehen wollen geht das gar nicht – so wie für mich! So haben wir letztendlich nicht mal ein Drittel von dem gesehen, was ich eigentlich geplant hatte und das war schon schade.

Warum die Busse aber auch ihre guten Seiten haben

Nichts desto trotz, sind die Busse ein sehr günstiges Verkehrsmittel. Bei 1,50 Euro pro Fahrt und einer Gültigkeit des Fahrscheins von 2 Stunden kann man sich nicht beschweren. Für 21 Euro hätten wir uns auch eine 7-Tages-Karte kaufen können. Nach kurzem durchkalkulieren, hätte sich das aber für uns nicht rentiert.
Auf www.visitmalta.de gibt es wirklich gute und ausführliche Infos zu den Karten, den Busrouten und den Zeitplänen.

Fazit: beim nächsten Mal wissen wir es vielleicht besser

Letztendlich hätte sich für unsere Plänen ein Mietwagen wahrscheinlich besser geeignet. Das wäre aber vermutlich auch wesentlich teurer gewesen. Wir hätten aber auf jeden Fall mehr sehen können und hätten nicht soviel Zeit mit „Warten“ verbringen müssen.

Trotzdem würde ich sagen, dass die Busse eine sehr gute Alternative zu einem Mietwagen sind, wenn man seinen Sightseeing-Plan nicht all zu voll packt und die einzelnen Fahrzeiten der Busse noch etwas besser im Blick hat als wir.

Eine Dritte Möglichkeit Malta und auch die Insel Gozo zu erkunden sind Hop on Hop off-Touren, von denen ich bislang nicht all zu viel hielt, die sich aber dort ggf. recht gut zur Erkundung eignen. Auf Gozo haben wir das Ganze getestet!


Wie sind eure Meinungen zum Thema Mietwagen oder Bus auf Malta? Wart ihr eventuell schon mal dort und hattet das gleiche Problem wie wir?

Immer gerne her mit euren Meinungen und Fragen – schreibt es einfach in die Kommentare oder kontaktiert uns über unser Kontaktformular.

Die Autorin: Vanessa

Hallöchen, mein Name ist Vanessa und ich bin die Organisationseinheit auf unseren Reisen. Ich bin Sonnenanbeterin und eine absolute Wasserratte, daher liebe ich besonders den Strand und das Meer. Ganz nach dem Motto „collect moments not things…“, genieße ich jeden einzelnen Moment, den ich mit außergewöhnlichen Erlebnissen verbringen kann.

2017-09-10T17:04:48+00:00

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