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Mui Ne (Phan Thiet) – kleine Stadt, große Highlights

Wenn man sagt, man reist nach Mui Ne, dann meint man in der Regel das Gebiet Phan Thiet. Denn Mui Ne ist ein ganz kleiner Ort, in dem es eigentlich gar keine wirklichen Hotels und auch kaum Tourismus gibt. Die ganzen Hotels, Hostels, Resorts, Restaurants und Bars befinden sich an der Küstenstraße zwischen dem Ort Mui Ne und der etwas größeren Stadt Phu Thuy. Man könnte sagen, dass es hier ein wenig so ist wie in Nha Trang – viel Pauschaltourismus, wenig „Vietnam“. Trotzdem haben wir an diesem kleinen Fleckchen Erde ein paar große Highlights unserer Reise entdeckt…

Fairy Stream Mui Ne


Als wir den „Eingang“ zum Fairy Stream gesehen hatten, dachten wir zuerst, dass das sicherlich nur ein Witz sein soll. An einer Brücke stand ganz unspektakulär ein Schild auf dem „Fairy Stream“ stand und gleich daneben ging es über ein paar große Sandsäcke nach unten in einen kleinen Fluss der zugewuchert war von Bäumen und Pflanzen und lediglich mit etwas „Dreckbrühe“ bestückt war. Abgesehen davon, war weit und breit kein Tourist zu sehen – auch wenn ich gerne individuell unterwegs bin, in der Situation wäre ich doch tatsächlich nicht davon abgeneigt gewesen, den ein oder anderen Gleichgesinnten zu treffen, der mir zeigt, dass ich hier tatsächlich an einer Sehenswürdigkeit und nicht am Abwasserkanal der Einheimischen gelandet bin. Etwas verunsichert zogen wir erst einmal wieder ab, aber schon am nächsten Tag kamen wir bewaffnet mit Wasserschuhen wieder zurück. Wir kämpften uns durch die Brühe, vorbei an wild gewordenen Hähnen und durch dichtes Gebüsch. Nach etwa 5 Gehminuten erreichten wir das Ende des „Dschungels“ und da waren sie…

…die Touristen, die ich mir so sehnlichst herbei gewünscht habe – wir sind also richtig! Direkt dahinter türmten sich auch die roten Felsen, weswegen wir den Weg eigentlich bestritten hatten. Ungefähr 2 km weit folgt man noch dem kleinen Fluss, der vorbei führt an beeindruckenden Felsformationen, aufragenden Palmen, einem kleinen Zoo (in dem die Affen mit Halsbändern und extrem kurzen Ketten an Bäumen angeleint sind – absolut furchtbar!) und einigen Essensbuden. Am Ende gibt es sogar noch einen winzigen Wasserfall zu bestaunen, zu dem man über eine kleine Leiter sogar hinab steigen kann. Nehmt euch etwas zu trinken mit und eventuell auch eine Kopfbedeckung, da es kaum schattige Abschnitte auf dem Weg gibt. Wir waren so klug diese ca. 1,5 – stündige Tour in der prallen Mittagssonne anzugehen – wir sind etwas ins Schwitzen gekommen und würden daher davon abraten. Abgesehen davon, war es aber eine schöne Abwechslung zu Strand, Reisfeldern und Wasserfällen.

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White Sand Dunes Mui Ne & Red Sand Dunes Mui Ne


Definitiv eines unserer Highlights der gesamten Reise – die White Sand Dunes! Die befinden sich zwar nicht direkt in Mui Ne, sondern ca. 30 km nördlich, aber einen Besuch sind sie dennoch wert. Wie eigentlich immer haben wir uns dafür ein Motorbike für 120.000 Dong (ca. 5 Euro) pro Tag geliehen. Zuerst waren wir etwas skeptisch, da es in Mui Ne wohl oft zu Verkehrskontrollen kommt, bei der das Vorzeigen eines Führerscheins verlangt wird. Wenn du das nicht kannst, musst du tief in die Tasche greifen – wir hörten von ca. 2.000.000 VND (ca. 80 Euro). Da ich leider nicht im Besitz eines vietnamesischen Führerscheins bin (das ist nämlich der Einzige der zählt!), hatte ich ein etwas ungutes Gefühl. Glücklicherweise hatten 2 nette Hamburger aus unserem Hotel die gleiche Idee und so dachten wir uns, zusammen fühlt es sich irgendwie sicherer an – also los geht´s! Nach ungefähr 45 Minuten Fahrt (ohne Polizeikontrolle) taten sie sich wie aus dem Nichts plötzlich auf – die White Sand Dunes. Hinter einem See und umgeben von trockenen roten Sandfeldern passen sie so gar nicht in das Landschaftsbild, aber genau das macht es so beeindruckend. Dort angekommen liehen wir uns für 500.000 Dong (ca. 20 Euro) ein Quad, mit dem wir eine halbe Stunde durch die Wüste preschten. Das ist einfach wirklich ein unbeschreibliches Gefühl, durch diese weißen Dünen zu fahren und sich für kurze Zeit, mitten in Vietnam, zu fühlen, als wäre man in der Wüste.

Auf dem Rückweg und genau passend zum Sonnenuntergang kamen wir dann bei den Red Sand Dunes an. Die liegen direkt hinter Mui Ne, also eigentlich nur 10 Minuten mit dem Moped von unserem Hotel entfernt. Im Gegensatz zu den weißen Sanddünen, sind die hier wirklich nicht so beeindruckend. Zumal du bei der Hitze zu Fuß selbst auf die Dünen klettern musst – das ist wirklich kein Spaß. Sehenswert sind sie gerade wenn die Sonne untergeht aber trotzdem, denn dann strahlen sie in ihrem schönsten Rot – vorausgesetzt man steht auf der richtigen Seite.

Mui Ne Strand


Je nachdem an welchem Abschnitt des Strandes man sich befindet, befindet man sich entweder im Paradies oder eher auf einer Müllhalde für „Bio-Abfälle“. Fast der gesamte Strandabschnitt von Mui Ne bis Phu Thuy ist voll mit vertrockneten Palmenblättern, leeren Kokosnuss-Schalen und sonstigem Müll, den das Meer so anschwemmt. An den Stellen, an denen sich Resorts befinden ist es immer etwas sauberer und lediglich die bunten Muscheln zieren den Sand, aber direkt daneben stapeln sich dann wieder die Abfälle. Ein wirklich traumhaft schöner und nicht sehr stark besuchter Strandabschnitt befindet sich am Südzipfel auf Höhe des „Ocean View Hotels“. Hier findet man einen breiten, sauberen Strand und türkisblaues Wasser – zudem sind hier, insbesondere zur Mittagszeit, kaum Touristen anzutreffen. Je nachdem wo euer Hotel ist, leiht ihr euch am besten ein Motorbike, um dort hin zu kommen.

Post from RICOH THETA. -

Ausgehen in Mui Ne


Noch ein kleiner Tipp am Ende. Falls ihr am Abend mal Ausgehen wollt und eine gute Bar sucht, dann empfehlen wir euch den Club „Dragon Beach“. Das ist eine Mischung aus Club und Bar in dem ihr es euch auf großen Betten direkt am Meer gemütlich machen könnt – grandioses Ambiente!


Von Mui Ne aus ging es für uns mit dem Bus weiter nach Saigon aka Ho-Chi-Minh-City. Dort haben wir eine Stadt vorgefunden, die uns definitiv überraschte.

Ihr dürft natürlich gerne wieder eure Fragen und Meinungen zu diesem Artikel in den Kommentaren mit uns und den anderen Lesern teilen. 🙂 – danke

Die Autorin: Vanessa

Hallöchen, mein Name ist Vanessa und ich bin die Organisationseinheit auf unseren Reisen. Ich bin Sonnenanbeterin und eine absolute Wasserratte, daher liebe ich besonders den Strand und das Meer. Ganz nach dem Motto „collect moments not things…“, genieße ich jeden einzelnen Moment, den ich mit außergewöhnlichen Erlebnissen verbringen kann.

2016-12-19T14:36:57+00:00

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