Sapa – „there is nothing…“

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Vietnam Sapa

Sapa – ein kleiner und idyllischer Ort, weit im Norden von Vietnam. Trekking-Touren und herrliche Landschaftsbilder, die in erster Linie durch die wunderschön, grünen Reis-Terrassen geprägt sind erwarten uns hier, fernab vom Trubel in Hanoi. So weit zur Theorie…

Relativ kurzfristig entschlossen wir uns dazu, einen Kurztrip nach Sapa zu unternehmen, um einige entspannte Tage in der Natur zu verbringen. Der Sleeper-Bus war schnell gebucht. Wir wurden am Hotel abgeholt, in den Sleeper-Bus verfrachtet und ca. 7 Stunden später kamen wir in Sapa an.

Ankunft in Sapa

Erster Eindruck: Nass und Neblig! Total überfordert von den ganze Sapa-Frauen die uns belagerten, flüchteten wir in ein Taxi, das uns zu unserem Hostel brachte. Dort konnten wir leider erst mittags einchecken, aber netterweise wurde uns angeboten die 5 Stunden Wartezeit in der Lounge zu verbringen. Leider war uns nicht bewusst, dass sich die Lounge im Freien befand. Zum Glück wurde gerade der große Kaminofen angeschürt, vor dem wir dann auch die 5 Stunden bis zum Check-In verbrachten.

Als wir endlich einchecken konnten, hatten wir uns neben einer (gefühlten) Rauchvergiftung für Lunge und Augen auch noch (gefühlte) Erfrierungen an Händen, Füßen und allen anderen Körperteilen zugezogen. „Naja zum Glück haben die Zimmer Heizungen“, dachte ich mir. Stand‘ ja so im Internet. Im Zimmer angekommen musste ich feststellen, dass wohl andere Länder auch ein anderes Verständnis von Heizungen bedeutet. Hier steht ein Teil, das so aussieht und auch die Größe eines Ventilators hat. Wenn man sich gaaaanz dicht davor stellt, spürt man sogar einen Hauch Wärme – JUHU! Wer sich jetzt denkt – na´ spring doch einfach in die heiße Dusche – dem sei gesagt, leider war auch die Dusche im Freien! Machen wir das Beste aus der Situation und tun das, für was wir überhaupt nach Sapa gekommen sind: Trekking-Touren durch die wunderschöne Landschaft. Der Blick aus den Fenstern ließ jedoch nichts Gutes erahnen, denn es war furchtbar neblig und man konnte tatsächlich nicht einmal das nächste Haus sehen. Wir ließen uns nicht abschrecken und zogen trotzdem los.

Rundgang durch Sapa

Immer noch total erfroren von unseren 5 Stunden im Freien, stürzten wir uns ins nächst beste Restaurant, das damit warb einen Kamin zu besitzen. Bei einem Mittagessen konnten wir uns zumindest etwas aufwärmen. Gestärkt beschlossen wir nun los zu ziehen. Kaum draußen angekommen, war es jedoch als wären wir nie im Warmen gewesen. Plötzlich rief eine Frau von der anderen Straßenseite „Foot Massage, Foot Massage! 30 Minutes, 3 USD!“ – die schickt der Himmel! So schnell hatten wir uns noch nie von einem Massage-Angebot überzeugen lassen! Mit aufgewärmten und durchgekneteten Füßen fühlten wir uns nun also endlich bereit, der Kälte den Kampf anzusagen und uns für einen Blick auf die wunderbare Landschaft zusammen zu reißen. Überall lasen wir Schilder von „Great View“-Hostels oder „Great View“-Restaurant und wir fragten uns, wo sie nur sein soll, die „Great View“? There is nothing…! Der Nebel war so dicht, dass man lediglich 2 Meter weit sehen konnte. Mit Reis-Terrassen und tollen Ausblicken war da leider nichts.

Die übrig gebliebenen Tage wurde es nicht besser, wir freuten uns schon darüber, wenn wir mal 10 Meter weit blicken konnten, um beispielsweise das Hotel neben unserem zu sehen. Nach 3 deprimierenden Tagen entschlossen wir uns unseren Aufenthalt in Sapa frühzeitig zu beenden. Für uns werden die Reisterassen und wunderschönen Landschaftsbilder wohl nur eine Legende bleiben…

Update Sapa

Die letzten Stunden hat es das Wetter doch tatsächlich noch einmal gut mit uns gemeint und uns einen Blick auf die Stadt, die Landschaft und die Reisterrassen gewährt. Als wären wir plötzlich wo ganz anders gelandet.


Hier noch ein paar Tipps für eure Reise nach Sapa. Nachdem wir aus Sapa wieder Richtung Hanoi geflüchtet sind, ging es dann weiter in die entspannte und wunderschöne trockene Halong Bucht nach Tam Coc.

Die Autorin: Vanessa

Hallöchen, mein Name ist Vanessa und ich bin die Organisationseinheit auf unseren Reisen. Ich bin Sonnenanbeterin und eine absolute Wasserratte, daher liebe ich besonders den Strand und das Meer. Ganz nach dem Motto „collect moments not things…“, genieße ich jeden einzelnen Moment, den ich mit außergewöhnlichen Erlebnissen verbringen kann.

2018-01-26T22:06:28+00:00

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