Segeln in Thailand

10 Tage voller unbeschreiblicher Highlights

Segeln in Thailand
Koh Phi Phi Leh

Wir waren für 10 Tage mit Join The Crew in der Andamanen See in Thailand segeln und es war einfach nur WOW! Wer die paradiesischen Stände von Thailand gerne für sich alleine haben will und sich außerdem gut vorstellen kann einige Tage mit coolen Leuten auf einem Katamaran abzuhängen und zu segeln, der sollte jetzt weiterlesen…

2016 haben wir schon einmal für 4 Wochen Thailand bereist, aber leider haben wir es damals nicht bis an die Südwest-Küste geschafft. Ich wollte schon ewig mal die Inseln Koh Lanta, Koh Phi Phi und wie sie eben alle heißen bereisen. Klassisches Inselhopping klang für mich aber irgendwie nach zu viel Stress. Daher kam mir der 10-tägige Segeltörn sehr gelegen.

Ich hatte das Prinzip um Join The Crew ja schon einmal in meinem Beitrag zum Segeln in Griechenland erklärt, aber ich reiße es noch einmal kurz an.

Was ist Join The Crew?

Join The Crew bietet Segeltörns für junge Leute an, zum aktiven Mitsegeln!

Das heißt Alleinreisende oder auch Paare buchen den Segeltörn ihrer Wahl über die Webseite von JTC und werden dann mit einem Haufen segelbegeisterter Frischlinge & Pros auf ein Boot geworfen und Zack, so schnell ist eine Crew geboren, die dann den Urlaub gemeinsam verbringen darf. So viel zur Theorie.

Jetzt geht’s an die Praxis.

Segeln in Thailand - Schwesternschiff
Unser Schwesternschiff „Bohne“

Lasst das Abenteuer Segeln in Thailand beginnen…

Über den sogenannten Crew-Chat haben wir unsere 6 Mitsegler und unseren Skipper bereits vorab kennen gelernt. Eine große Kommunikation hat bis auf ein “ich freue mich auf die Zeit mit euch” von allen Seiten, allerdings nicht stattgefunden – die Faulheit, die im Laufe des Segeltörns zum Leid unseres Skippers eine große Rolle spielte, zeichnete sich also schon hier ab. 🙂

Das erste Treffen fand dann zu Beginn des Segeltörns in der Marina statt, zum gemeinsamen Einkaufen. Der erste Eindruck von der Crew war, wie auch schon in Griechenland, super! Da unsere Kommunikation im Voraus wie schon gesagt seeeehr begrenzt war, mussten wir die Einkaufsliste für die 10 Tage noch besprechen. Die Zeit war allerdings knapp, da man in Thailand zwischen 14 und 17 Uhr keinen Alkohol in Supermärkten kaufen kann. Kein Alkohol an Board = kleine Katastrophe!

Nach der Besprechung brachte unser Taxi uns also zum Supermarkt und wir luden in Windeseile unsere 250 Dosen Bier und 10 Flaschen Schnaps in den Einkaufswagen. Um 13:56 Uhr erreichten wir mit unseren vollen Wägen die langen Kassen-Schlangen. Dem Supermarkt-Angestellten oder eventuell auch dem Markt-Leiter blinkten die Dollar- bzw. Baht-Zeichen in den Augen als er unseren üppigen Einkauf sah. Schwuppdiwupp scheuchte er die Leute vom Kassenband davon – Die arme Frau durfte nicht mal mehr ihre Eier bezahlen. Stattdessen feuerte uns jetzt der engagierte Mitarbeiter beim Ausladen des Wagens an, dass wir uns beeilen und schneller machen sollten. Sehr seltsam! Ich wurde noch nie beim Alkohol kaufen angefeuert und schon gar nicht auf so eine mitfiebernde Art und Weise, aber das Gesetz mit dem Verbot ist wohl sehr streng und immerhin haben wir den Markt um knapp 500 Euro reicher gemacht.

Nach 5 Stunden Einkauf schafften wir alles im Taxi zurück zur Marina, bevor wir mit Sackkarren alle EInkäufe auf den Katamaran bringen und verstauen mussten.

Den ersten Abend verbrachten wir in der Marina und dann ging es los!

10 Tage individuelles Inselhopping in Thailand

Wir sind jeden Tag zwischen 3 und 5 Stunden gesegelt, wobei man leider nicht wirklich von segeln sprechen kann. Wir hatten so wenig Wind, dass wir meist die Motoren mit laufen lassen mussten, um uns wirklich voran zu bewegen. Die Überfahrten aber immer sehr entspannt. Die meisten meiner Crew-Mitglieder werden mir da sicherlich auch zustimmen. 😀 Denn unser Tagesablauf sah in etwa so aus, dass wir meist zwischen 7 und 9 gefrühstückt haben, je nachdem wie lang die Strecke des Tages war. Danach wurde die Yacht seefest gemacht und dann…
Ja, dann könnte man denken begann die Segel-Action, aber nein. Da unsere Nächte meist relativ kurz waren, hat sich der Großteil der Crew nach dem Frühstück direkt wieder schlafen gelegt. Und so vergingen die Tage, die dann in Kurzform wie folgt aussahen: aufstehen, frühstücken, aufräumen (aber ganz wichtig, nur das nötigste), eincremen, schlafen, an einer geiler Insel ankommen, baden, eincremen, Insel besuchen, rumgammeln, zu faul sein um schlafen zu gehen, schlafen und dann begann alles wieder von vorne. Unser Skipper nannte uns liebevoll die faulste Crew, die er jemals an Bord hatte.

Was super, super, super cool war ist, dass wir meist die einzigen Segelboote an den Buchten und Stränden waren. Thailand ist total segel-unerschlossen und daher haben wir kaum andere Segler getroffen. Ein absoluter Jackpot für uns! So hatten wir z. B. die wunderschöne Maya-Bay bis auf ein anderes Boot für uns alleine.

Unsere Route sah übrigens wie folgt aus:

  • Phuket Marina
  • Koh Yao Yai
  • Koh Jum
  • Koh Phi Phi Leh (Maya Bay)
  • Koh Lanta
  • Koh Muk
  • Koh Rok
  • Koh Phi Phi Don
  • Badestopp zum Schnorcheln bei Koh Haa Yai
  • Koh Rang Yai
  • Phuket Marina

Meine Highlights des Segeltörns

Der Segeltörn in Thailand hatte für mich 2 ganz große Highlights – auch wenn jeder Tag aufs neue ein eigenes Highlight war:

1. Koh Phi Phi Leh – Maya Bay

Segeln in Thailand - Maya Bay
Die Maya Bay auf Koh Phi Phi Leh – Hier wurde „The Beach“ gedreht

Normalerweise bin ich überhaupt kein Fan davon Orte zu besuchen, an denen mal irgendein Film gedreht wurde. Bei der Maya Bay, dem Drehort von The Beach, war ich allerdings überglücklich, dass wir diese wunderschöne Insel besucht haben. Ihr müsst wissen, Koh Phi Phi Leh ist eine Insel die sozusagen aus einem Ring von hohen Felswänden besteht. An einer Seite gibt es eine Öffnung und der Strand liegt inmitten dieses Rings, vom Meer aus nicht ersichtlich. Der Moment in dem man in den Ring rein fährt und diesen Strand sieht ist wirklich magisch. Da die Touristenströme nach The Beach dafür gesorgt haben, dass der Strand und vor allem die vorgelagerten Korallen komplett zerstört wurden, wurde der Strand jetzt abgesperrt. Man kann also nicht mehr weiter als ca. 40 Meter an den Strand heran fahren. Jetzt kommt der Vorteil unserer Yacht. Als Privatyacht darf man nämlich über Nacht dort anlegen. Während also die dutzenden Tagestouris am späten Nachmittag die Bucht verlassen mussten, konnten wir dort entspannt baden und die Ruhe und Einsamkeit mit Blick auf “The Beach” genießen. Das war sowas von der Hammer – ich kann das wirklich kaum in Worte fassen und ich dachte, dass dieser Moment auf keinen Fall mehr getoppt werden kann. Schön ist natürlich auch, morgens vor dieser Kulisse aufzuwachen. Wir haben immer alle an Deck geschlafen und die Sonne hat mich jeden Morgen geweckt. An diesem Morgen war es wirklich etwas ganz besonderes!

2. Koh Rok

Segeln in Thailand - Koh Rok Ranger Station
Willkommen auf Koh Rok

Koh Rok erreichten wir an unserem dritt letzten Tag. Der südlichste und wunderschönste Ort unserer Route. Koh Rok besteht aus 2 gegenüberliegenden Inseln, deren Sandstrände schneeweiß sind und in türkisblaues Wasser übergehen. Wenn du dort langsam mit dem Katamarn heran fährst, fühlst du dich wirklich als würdest du gerade im Paradies ankommen. Ich kann das kaum beschreiben, aber wir kamen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Wir hatten glücklicherweise eine Boje, die sehr nah an einer der Insel war, sodass wir direkt zur Insel schwimmen und auch um die Insel herum schnorcheln konnten. Man muss sagen, dass es leider, leider einige tote Korallen gab. Wenn man etwas weiter raus schwamm, bot sich einem aber eine große Vielfalt an Fischen und auch die Korallen haben das Glück dort draußen noch in prächtigen Farben zu erstrahlen. Auf einer der Inseln gab es einen Rundweg. Genau wie bei Koh Phi Phi Lee hatten wir die Insel ab ca. 16.30 Uhr für uns alleine. Erst dann machten wir uns auf den Weg zur Inselerkundung. Blauäugig haben wir uns dazu entschlossen den Rundweg zu laufen, ohne zu wissen was uns dabei erwarten wird. Es war SO anstrengend! Es ging endlos lange Treppen nach oben, deren Stufen zwischen 20 und 50 cm hoch waren. Diese Treppen bei einer Temperatur von nahezu 40 Grad zu erklimmen war wirklich ein Graus. Belohnt wurden wir oben allerdings mit einer wunderschönen Aussicht. Wer diesen Rundweg auch gehen will, dem empfehle ich aber auf jeden Fall festes Schuhwerk und eine Flasche Wasser.

3. Emerald Cave

Segeln in Thailand - in der Emerald Cave
Auch die Emerald Cave hatten wir komplett für uns alleine

Die Emerald Cave, in der früher die Piraten ihre Schätze versteckt hatten, ist nur vom Wasser aus zu erreichen. Wir haben uns also mit Schnorchel, Maske und Flossen bewaffnet um den abenteuerlichen Weg zu bestreiten. Mit unserem Dinghy sind wir bis zum Eingang der Cafe gefahren. Dann haben wir uns gegen die Wellen bis zum Startpunkt eines ca. 80 m langen Tunnels gekämpft. Der Tunnel führt sozusagen durch den Fels hindurch in die Emarald Cave hinein“. Dazu muss man sagen, dass es kurzzeitig komplett dunkel in diesem Tunnel ist, weil man weder den Anfang noch das Ende sieht – RICHTIG CREEPY! In dem Moment wollte ich mir gar nicht vorstellen was alles um mich und unter mir herum schwimmt! Der Gruselmoment hat sich aber absolut gelohnt. Am Ende des Tunnels angekommen stehst du inmitten der Felswände, die nach oben hin geöffnet sind. Ein Ort, den man von außen überhaupt nicht so erahnen kann. Ein Traum!

Fazit

Segeln in Thailand Sonnenuntergang
Auch die schönste Zeit ist irgendwann zu Ende…

Schlussendlich kann ich sagen, dass der Segeltörn in Thailand wirklich ein absoluter Traum war.

Wir haben wunderschöne Inseln gesehen und hatten glücklicherweise die Möglichkeit diese abseits des Massentourismus kennen zu lernen.

Die Crew war auch diesmal wirklich megageil! Besser hätte ich es mir nicht vorstellen können – Ein Hoch auf unseren Breuler und dessen Besatzung! 😀

Falls ihr jetzt Lust auf Segeln in Thailand bekommen habt oder gerne mehr über die Leistungen, Kosten etc. wissen wollt verlinke ich euch hier mal den Segeltörn in Thailand von Join the Crew.

2019-04-16T20:31:38+01:00

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