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Siem Reap und die Tempel von Angkor

Siem Ream ist eine kleine Stadt im Nordwesten von Kambodscha. Sie ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und liegt nicht weit entfernt von dem bekannten Tonle-Sap-See, dem größten See Südostasiens. Ihre Bekanntheit verdankt die Stadt sicherlich den nahe gelegenen Tempelanlagen von Angkor. Denn in der Regel starten die Besichtigungstouren von Angkor Wat und Co von Siem Reap aus.

Anreise Siem Reap


Für viele Südostasien-Reisende ist Siem Reap der reizvollste Zwischenstopp in Kambodscha. Da die Stadt über einen Flughafen verfügt, ist sie leicht von Vientiane (Laos) oder Luang Prabang (Laos) aus zu erreichen, aber auch von Bangkok (Thailand) oder beispielsweise Ho-Chi-Minh-City (Vietnam) starten täglich Flüge in die Kleinstadt. Da wir allerdings etwas mehr Zeit in Kambdoscha verbringen, reisten wir von Phnom Penh aus mit dem Bus an. Die Fahrt in einem der großen Reisebusse dauerte ca. 6 Stunden und kostete pro Person 8 Dollar. Natürlich ist es immer anstrengend eine solch lange Fahrt durchzustehen, aber der Bus macht in ca. 2-stündigen Abständen regelmäßig eine kurze Pause, dass man sich etwas die Füße vertreten, die Pippibox aufsuchen oder etwas kleines Essen kann.

Angkor und seine Tempelanlagen


Angkor, was wörtlich übersetzt übrigens „Stadt“ heißt, ist eine Region nahe der Stadt Siem Reap, die auf ca. 200 km² dutzende Tempelanlagen beherbergt und vom 9. bis zum 15. Jahrundert das Zentrum des Khmer Königreichs bildete.
Von Siem Reap aus ist es möglich diese Tempelanlagen zu erkunden. Dafür müsst ihr euch zunächst einige Dinge überlegen:

1. Welche Tempel wollt ihr eigentlich anschauen?
Angkor beherbergt um die 1.000 Tempel und Heiligtümer. Da ist es gar nicht so einfach sich zu entscheiden, welche Tempel man eigentlich sehen will. Die meisten Reiseführer bieten eine Übersicht über die wichtigsten Tempel von Angkor, sodass man sich hier vorab informieren kann. Als kleine Unterstützung hier die Tempel, die uns letztendlich am Besten gefallen haben: der Ta Phrom, Angkor Wat und der Bayson Tempel. Vor der Tour wussten wir ehrlich gesagt gar nicht, welche wir jetzt am Besten anschauen sollen, deswegen gingen wir eigentlich direkt zu Punkt 2 über…

2. Wie lange wollt ihr damit verbringen euch die Tempel anzuschauen?
Um Angkor zu besuchen, ist es notwendig sich vorab in Siem Reap ein Ticket zu kaufen (mehr dazu später). Dafür müsst ihr euch aber schon vorab entscheiden, ob ihr ein Tagesticket oder ein Dreitagesticket kaufen möchtet. Natürlich könnt ihr euch auch jeden Tag wieder ein neues Tagesticket kaufen, aber dabei werdet ihr auf jeden Fall mehr zahlen, als wenn ihr euch gleich für 3 Tage entscheidet. Wir entschlossen uns dazu, dass uns einen Tag Tempelmarathon sicherlich ausreichen wird. Wenn ihr euch entschieden habt geht es weiter zu Punkt 3…

3. Wie wollt ihr die Tempelanlagen erkunden?
Da gibt es mehrere Möglichkeiten, die zur Auswahl stehen. Bedenken solltet ihr allerdings vorab, dass Angkor ein riesen Areal ist und die Tempel teilweise sehr weit auseinander liegen. Die wohl beliebteste Art Angkor zu erkunden ist das Tuk Tuk. Die Tuk Tuk Fahrer bieten einem in der Regel die „kleine“ Tour mit 5-6 Tempeln und die „große“ Tour mit 10-12 Tempeln an. Dabei legen sie die Tempel normalerweise schon fest, aber sicherlich könnt ihr mit ihnen auch verhandeln, dass ihr die Tempel abfahrt, für die ihr euch entschieden habt! Für die Sportlichen unter euch bietet es sich als Alternative auch an, Angkor mit dem Fahrrad zu erkunden. Wir entschieden uns für die „kleine“-Tuk Tuk Tour, da wir ja sowieso nur einen Tag mit der Besichtigung verbringen wollten und auch keine genaue Vorstellung hatten, welche Tempel wir jetzt eigentlich sehen wollten.

Unser Tuk Tuk-Fahrer war Vantha. Auf ihn sind wir gestoßen, weil er uns am Vorabend am Bus, mit dem wir aus Phnom Penh kamen, abgefangen hat und zum Hotel brachte. Die Tour mit ihm hat uns wirklich sehr gefallen, daher möchten wir euch an dieser Stelle Vantha als Tourguide ans Herz legen. Er war wirklich sehr sehr nett, spricht gut Englisch, erzählt einem viel zu den Tempeln, hat ein Buch über die Tempel dabei, das man sich für die Besichtigung ausleihen darf und er versorgt einen den gesamten Tag sogar mit gekühltem Wasser.
Falls ihr also einen netten und vertrauenswürdigen Tourguide sucht, dann solltet ihr euch seine Seiten mal anschauen, über die ihr ihn auch kontaktieren könnt:

Zum einen über seine Webseite oder über das Tripadvisor-Profil

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Abgeholt hat er uns morgens um 8 Uhr am Hotel, von wo aus wir zunächst zum Ticketoffice fuhren. Hier tummeln sich etliche Touristen, die alle ihr Ticket für die Besichtigung von Angkor kaufen. Wir kauften das Tagesticket für ca. 10 US-Dollar. Am Schalter wird kurz ein Foto gemacht und nach kurzer Wartezeit wird dir dann dein Pass ausgehändigt, den du übrigens bei jedem Tempel vorzeigen musst – also gut drauf aufpassen! Weiter ging es zum ersten Tempel, der für mich auch der schönste der ganzen Tour war, dem Ta Prohm. Vielen ist dieser Name ein Begriff, da hier viele Szenen des Filmes Tumb Raider gedreht wurden. Das dieser Tempel tausende Jahre alt ist, sieht man ihm auch an. Überall wachsen dicke Bäume und Wurzeln aus und an den Gemäuern entlang und man fühlt sich wirklich wie in eine andere Zeit versetzt.
Vantha wartete geduldig vor dem Tempel auf uns bis wir zurück kamen, um uns zum nächsten Prachtstück zu fahren: dem Ta Keo. Hier heißt es klettern! Schmale Stufen führen zur Spitze des Tempels hinauf, von wo aus man einen Blick auf Angkor erhaschen kann.
Anschließend folgten der Thomason and Chao Tevada-Tempel. Das sind zwei eher kleine Tempel, die nicht ganz so spektakulär sind wie die beiden vorhergehenden, aber trotzdem lohnenswert sind zu sehen.
Nun machten wir uns auf in Richtung Angkor Thom. Wenn man über die Brücke auf das riesige Gebilde zuläuft erkennt man direkt, was das für ein beeindruckender Tempel ist. Von ganz oben kann man noch einmal einen Blick auf die Anlage werfen – fantastisch.
Direkt nebenan befindet sich der Bayon-Temple. Ein ebenfalls sehr, sehr schöner und wie schon oben geschrieben einer meiner Lieblings-Tempel der Besichtigung. Besonders beeindruckend sind die vielen Gesichter, die sich in den Gemäuern des Gebäudes befinden.
Nun ging es zum letzten Tempel, dem absoluten „Schmuckstück“ von Angkor, dem größten Tempelkomplex der Welt und der Grund warum sich überhaupt so viele Touristen nach Siem Reap verirren: Angkor Wat. Über zwei endlos lang erscheinende Brücken ging es auf den großen Tempel zu. Drinnen angekommen türmen sich die riesigen Mauern links und rechts neben einem auf. Dank Vanthas Empfehlung die Tour sozusagen „rückwärts“ zu machen, kamen wir erst gegen Nachmittag in Angkor Wat an und mussten deshalb nicht in der Hitze in der langen Schlange darauf warten, die Spitze des Tempels zu erklimmen (hier ist nämlich immer nur eine bestimmte Anzahl von Besuchern erlaubt). Von oben hat man einen fantastischen Ausblick über die größte Tempelanlage der Welt.
Nach der Besichtigung ging es wieder zurück zum Hotel. Die Tour durch Angkor hat ca. 8 Stunden gedauert und das war unserer Meinung nach völlig ausreichend. Klar, die Tempel sind schon beeindruckend, aber irgendwie ist es auch so „kennst du einen, kennst du alle!“ – so sahen wir das auf jeden Fall.
Vielleicht fragt ihr euch, warum ich euch so wenige Informationen über die einzelnen Tempel gebe, aber ich bin der Meinung gerade bei diesen Sehenswürdigkeiten wäre es schade, zu viel im Voraus zu verraten. Man sollte noch „unwissend“ genug sein, um die Tempel vor Ort auf eigene Faust kennen lernen zu können.

Siem Reap – Pubstreet und Nachtmarkt


Siem Reap ist eine nette kleine Stadt die besonders am Abend ihren Charme versprüht. Auf der Pubstreet gibt es zahlreiche Bars, Kneipen und auch Restaurants wo man Essen, Trinken und auch Feiern kann. In den Straßen um die Pub-Street herum tummeln sich zahlreiche Essenswägen, die einen mit kleinen Leckerreien versorgen. Auch einige Souvenirshops und Läden haben geöffnet. Wer hier nicht das richtige Souvenir findet, der kann es noch einmal auf dem Nachtmarkt versuchen, der ebenfalls unweit von der Pub-Street entfernt liegt. Hier findet man alles was das Touristen-Herz begehrt.

Waisenhäuser in Siem Reap


Ein großes Thema sind in Kambodscha die Waisenhäuser. Gerade in Siem Reap findet man zahlreiche davon. Wir haben uns darüber informiert und denken, dass viele Touristen viel zu unwissend zu diesem Thema sind. Warum? Das sagen wir euch im Artikel Waisenhäuser in Kambodscha – das Geschäft mit dem Mitleid.


Nach Siem Reap ging es für uns weiter nach Battambang, wo uns der spektakuläre Bamboo-Train erwartete. 🙂

Falls ihr noch Fragen zu Siem Reap oder Angkor habt, wie immer gerne her damit. Auch freuen wir uns, wenn ihr eure Erfahrungen in die Kommentaren mit uns teilt.

Die Autorin: Vanessa

Hallöchen, mein Name ist Vanessa und ich bin die Organisationseinheit auf unseren Reisen. Ich bin Sonnenanbeterin und eine absolute Wasserratte, daher liebe ich besonders den Strand und das Meer. Ganz nach dem Motto „collect moments not things…“, genieße ich jeden einzelnen Moment, den ich mit außergewöhnlichen Erlebnissen verbringen kann.

2016-12-19T14:36:57+00:00

2 Comments

  1. One Million Places April 17, 2017 at 5:02 pm - Reply

    Hallo. Ein schöner Bericht mit ein paar schönen Bildern. Wir haben in unserem Blog auch mal einen Bericht zu Siem Reap geschrieben, wo wir auch mal den Vorschlag einer ganz schönen Route aufgezeigt haben: https://one-million-places.com/reiseberichte/asien/kambodscha/unesco-weltkulturerbe-angkor-wat

    Wir freuen uns auf Euren Gegenbesuch 🙂

    Viele Grüße
    Sandra & Michael

    • Der Autor: Dennis
      Der Autor: Dennis Mai 7, 2017 at 6:07 pm - Reply

      Liebe Sandra, lieber Michael,
      danke für euren Kommentar! 🙂 Ich werde direkt mal auf eurer Seite vorbei schauen.
      Viele Grüße

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