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Sihanoukville und Koh Rong Samloem

Von Battambang aus reisten wir in einer 12-stündigen Busfahrt, mit Zwischenstopp in Phnom Penh, nach Sihanoukville. Sihanoukville ist eine, in meinen Augen, ziemlich unspektakuläre Stadt an der südlichen Küste von Kambodscha. Hierher verirren sich die Sonnenanbeter, Badenixen und Partypeople unter den Touristen. In Sihanoukville gibt es nur eine Straße, in der sich meiner Meinung nach ein Großteil des touristischen Lebens abspielt und diese führt vom „Golden Lions Monument“ direkt zum Ochheuteal Beach. Hier findet man zahlreiche Guesthouses, Hostels, Hotels, Restaurants, Bars, Souvenirshops und kleine Einkaufsmärkte. Am Ochheuteal Beach angekommen waren wir etwas enttäuscht, das mag vielleicht an dem trüben und regnerischen Wetter gelegen haben, der den Strand ziemlich trist und uneinladend aussehen lies zum anderen vielleicht an den 50 Strandbars die sich den kompletten Strandabschnitt hier entlang reihten und Ballermann Feeling aufkommen liesen. Hier sollen Feierwütige am Abend auf ihre Kosten kommen (wir waren am Abend nie hier, weil das Wetter meistens sehr bescheiden war). An zwei zweiteren Strandabschnitten einmal südlich von Sihanoukville dem Otres Beach und einmal nörlich am Independence Beach können sich ebenfalls die Strandliebhaber niederlassen. Der eigentliche Grund warum wir in Sihanoukville gelandet sind ist der, dass hier die Fähren auf die Trauminseln Koh Rong und Koh Rong Samloem fahren. Da wir von vielen Reisenden und Einheimischen gehört haben, dass Koh Rong Samloem noch etwas paradiesischer sein soll, entschieden wir uns dafür unseren „Traumurlaub“ dort zu verbringen. In der bereits genannten „Touristen-Straße“ gibt es viele Booking-Offices, in denen ihr ganz einfach euer Ticket für die Fähre kaufen könnt. Wir zahlten für Hin- und Rückfahrt 20 US-Dollar pro Person für die Speed-Ferry Die Fahrt damit dauert ca. 45 Minuten. Es gibt auch noch Boote die etwas billiger sind, dafür aber deutlich langsamer und bei diesen Booten kann es auch mal passieren, dass ihr abgeschleppt oder von einem Notfallboot gerettet werden müsst, da es völlig überladen ist. Das haben wir vor unser Anreise im Internet gelesen und es wurde uns tatsächlich auch auf der Insel von Touristen bestätigt.

Koh Rong Samloem – DAS wahre Paradies auf Erden

Wenn man mit der Fähre auf Koh Rong Samloem zu fährt, erahnt man schon was einen dort erwartet: Einsamkeit, Erholung und völlige Ruhe. Und tatsächlich, als wir ausstiegen erblickte ich direkt den traumhaft weißen Sandstrand, das türkisblaue Meer und die süßen kleinen Hütten und Bungalows am Strand, die zum Übernachten einladen – ganz im Ernst, so habe ich mir immer einen typischen paradiesisch schönen Ort vorgestellt!

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Neben den 3 oder 4 Stränden über die die Insel verfügt, besteht sie ansonsten zu 90% aus Dschungel. Es gibt hier auch keine Straßen, lediglich 3 kleine Pfade durch den Dschungel, die auf die andere Seite der Insel führen. Für den Transport nutzt man hier Taxi-Boote. Was vielleicht noch ganz nett ist vorab zu wissen: Strom gibt es hier nur ab und zu. Gerade in der Nacht wird dieser oft abgestellt und auch ATM-Automaten findet man hier keine, also genügend Bargeld mitbringen!
Wir entschieden uns dazu in einem der wenigen Dorms (im „The Island Beach Resort“ für 13 US-Dollar pro Nacht für ein Doppelbett) auf der Insel zu übernachten. Der Dorm hier war einfach traumhaft! Es war ein zweistöckiges Gebäude direkt am Meer, dass zur Strandseite hin offen war. So konntest du direkt den Blick auf das Meer genießen wenn du im Bett lagst. Außerdem war es ganz angenehm nachts eine milde Meeresbrise abzubekommen, da durch den fehlenden Strom die Ventilatoren nicht liefen. Auf diese Insel kommt man wirklich nur wenn man absolute Entspannung sucht, denn hier kann man sonst nichts großartiges unternehmen. So verbrachten wir unseren Tag mit Essen, im Meer schwimmen, Essen, am Strand liegen, im Meer abhängen & wieder Essen. Hier gibt es leider nicht all zu viele Restaurants (und die Restaurants die es gibt haben teilweise wahllos geöffnet und geschlossen wann sie wollen, sodass es manchmal schwer ist an was zu essen zu kommen), sodass man keine große kulinarische Auswahlmöglichkeit hat. Zudem ist das Essen mit 5 US-Dollar aufwärts relativ teuer.

Fullmoon-Party

Zufälligerweise hatten wir die Ehre die sogenannte Fullmoon- oder auch Dschungel-Party mitzuerleben. Ich war ja eigentlich gar nicht so überzeugt dort hin zu gehen, da der Eintritt 10 US-Dollar kostete und das Wetter wirklich bescheiden war, aber Dennis der Partylöwe hatte natürlich wieder Angst etwas zu verpassen und so zogen wir gegen 11 Uhr in der Dunkelheit los. „Dem Flyer nach scheint es ja direkt hinter unserem Resort stattzufinden, da können wir ja schnell mal hinlaufen und schauen wie es so ist“, dachte ich mir. OHNE SCHUHE, weil ich die bisher noch kein einziges Mal auf dieser Insel gebraucht habe, ging es los. Mit meiner Handytaschenlampe bewaffnet betraten wir einen kleinen Pfad in den Dschungel, der uns immer tiefer…und tiefer…und tiefer hineinbrachte! „Direkt hinter dem Resort?“ – das war wohl ganz leicht untertrieben! Wir stapften ca. 20 Minuten durch den finsteren Dschungel und über eine „Dschungel-Treppe“ den Berg hinauf. Die ganze Zeit musste ich an die Schlange denken, die mir am ersten Tag direkt begegnet ist und an ihre vielen Brüder und Schwestern und Freude die sich sicherlich hier im Dickicht tummelten! Zwar begegneten uns keine Schlangen, zumindest konnte ich sie mit meinem winzigen Licht nicht sehen, aber dafür schmerzhafte rote riesen Ameisen, die sich an meinen Füßen festbissen – AUA! Von weitem konnte ich schon die knackigen Electro-Beats der Party hören, die mir nun wirklich nicht zusagten (jedem das seine, aber meins ist es nicht). Dort angekommen und mit dort meine ich mitten im Dschungel tänzelten ein paar Leute vor der Bühne herum und ein Mann heizte mit seiner Feuershow ein. Auch etwas zu Essen wurde angeboten und ein paar gemütliche Sitzgelegenheiten. Die Location war schon ganz nett und wenn man die Musik mag, dann ist das sicherlich eine ganz nette Abwechslung auf der sonst sehr ruhigen Insel. Nach einer Stunde beschlossen wir wieder den Rückweg anzutreten und „Halleluja“ wir sind tatsächlich wieder heile am Strand angekommen. Für alle die jemals diese Dschungel-Party, die übrigens in der HUBA HUBA-Bar stattfindet, besuchen wollen zieht euch feste Schuhe an, ohne ist es vieeel zu gefährlich durch diesen Dschungel zu laufen!

 

Nach 5 Tagen absoluter Erholung ging es dann wieder zurück ans Festland, genau zur richtigen Zeit, da es für den Folgetag eine heftige Zyklon-Warnung für die Insel und das Umland gab. Ich würde auf jeden Fall jedem der Kambodscha bereist empfehlen auf diese wunderschöne Insel zu kommen, ich habe hier definitiv mein kleines Traumparadies gefunden :)! Ich hoffe nur, dass der Tourismus nicht dazu führt, das die ganze Insel bald nur noch aus Hotelanlagen besteht!


Von Sihanoukville aus ging es dann wieder für uns zurück nach Phnom Penh, von wo aus unsere kleine Kambodscha-Rundreise startete und auch enden sollte.

Wie immer freuen wir uns euch bei Fragen zu Sihanoukville und Koh Rong Samloem zur Seite zu stehen. Schreibt einfach euer Anliegen in die Kommentare.

Die Autorin: Vanessa

Hallöchen, mein Name ist Vanessa und ich bin die Organisationseinheit auf unseren Reisen. Ich bin Sonnenanbeterin und eine absolute Wasserratte, daher liebe ich besonders den Strand und das Meer. Ganz nach dem Motto „collect moments not things…“, genieße ich jeden einzelnen Moment, den ich mit außergewöhnlichen Erlebnissen verbringen kann.

2016-12-19T14:36:57+00:00

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