BIGJOURNEY - Tam coc - Boote fuer Touren

Tam Coc – inmitten der „trockenen Halong Bucht“

Tam Coc Vietnam


Tam Coc ist ein winziger Ort ca. 5-10 km von der Stadt Ninh Binh entfernt. Inmitten der „trockenen Halong Bucht“, ist die Welt hier noch in Ordnung. Wer hier hin kommt sucht die Natur, Ruhe und Erholung.

Nachdem wir fast 2 Wochen in Nordvietnam (Hanoi, Sa Pa, Halong Bay) verbracht haben, beschlossen wir weiter zu ziehen und zwar ins nördliche Zentralvietnam – genauer gesagt nach Tam Coc.
Tam Coc ist ein kleines und eigentlich sehr unspektakuläres Örtchen ca. 100 km südlich von Hanoi, aber es ist umgeben von einer wirklich wunderschönen Landschaft. Da sie mit den ganzen Kalksteinfelsen der Halong Bay sehr ähnlich sieht, nur eben ohne Wasser, nennt man sie auch die „trockene Halong Bay“. Euphorisch von dieser Idylle beschlossen wir hier eine ganze Woche zu verbringen, was in der Regel glaube ich etwas untypisch ist.

Anreise Tam Coc


Tam Coc erreicht man nicht auf direktem Weg. Von Hanoi aus, kann man mit dem öffentlichen Bus fahren. Dieser fährt ausschließlich von dem Busbahnhof im Süden von Hanoi aus (Giap Bat Bus Station). Je nachdem wo sich euer Hotel/Hostel in Hanoi befindet ist das doch ein relativ weiter weg. Kleiner Tipp an dieser Stelle: UBER! Uber ist eine Plattform, auf der private Personen ihre Dienstleistung als „Taxifahrer“ anbieten. Ihr gebt vorher genau ein wo ihr abgeholt und wo ihr hin gebracht werden wollt. Daraufhin wird euch schon vor Abfahrt der Preis dafür angezeigt. Erst danach müsst ihr den Fahrer bestellen. Während der Fahrt könnt ihr genau über die App verfolgen, wo der Fahrer rum fährt. Bezahlt wird per Pay Pal oder Kreditkarte über die App. Das ist auf jeden Fall 100% sicher vor einer Abzocke und absolut günstig. Am Busbahnhof angekommen, geht ihr in die Haupthalle und kauft am Schalter ein Ticket nach Ninh Binh. Oft laufen dort Männern mit grünen Hüten herum, die euch ansprechen. In der Regel zeigen sie euch nur den Weg zum richtigen Schalter und bringen euch dann zum Bus. Die Busfahrt ist etwas anders als wir sie aus Deutschland kennen. Man startet am Busbahnhof, aber während der Fahrt werden einfach immer wieder Leute von der Straße eingeladen. Da kann es schon mal sein, dass jemand mitten auf der Autobahn vom Moped direkt in den Bus rein springt (wahre Geschichte). Endstation dieses Busses ist Ninh Binh, das heißt ihr könnt einfach bis Fahrtende entspannt sitzen bleiben. Die Fahrt dauerte ca. 3 Stunden und hat 65.000 Dong (ca. 2,60 Euro) pro Person gekostet.
In Ninh Binh angekommen, wird man meist direkt von Motorbike-Taxifahrern angesprochen, die einem anbieten, in das ca. 10 km entfernte Tam Coc zu fahren. Motorbike von Ninh Binh nach Tam Coc kostet ca. 50.000 Dong (ca. 2 Euro) pro Person.

Was man in Tam Coc machen kann


In Tam Coc selbst, kann man tatsächlich nicht viel machen. Das Highlight des Ortes ist die Anlegestelle für die Boote, die ca. 1,5-stündige Touren durch die „trockene Halong Bucht“ anbieten. Wer unter Platzangst leidet, sollte diese Tour eventuell lieber meiden, denn während der Fahrt passiert man 2 Höhlen und hier heißt es Kopf einziehen, da diese nicht viel Platz lassen, um durch sie hindurch zu fahren.
Für alle anderen gilt: Ein super Erlebnis und auf jeden Fall an einer Fahrt teilnehmen! Ein Boot kostet 150.000 Dong (ca. 6 Euro) und der Eintritt für dieses Gebiet inkl. der Höhlen noch einmal 120.000 Dong (ca. 5 Euro) pro Person.

Tam Coc eignet sich außerdem super für Fahrrad- oder Motorbiketouren an. Die wunderschöne Landschaft mit ihren Kalksteinfelsen und den Reisfeldern, die sich über mehrere Kilometer erstrecken lohnen sich definitiv für einen Ausflug.
Ein Motorbike/Roller kostet pro Tag inklusive Tankfüllung 200.000 Dong (ca. 8 Euro). Ein Fahrrad (mit extrem harten Sitzen) bekommt man hingegen schon für 30.000 Dong (ca. 1,20 Euro) pro Tag.

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Von Tam Coc aus lässt sich außerdem zu Fuß der THAI VI-Tempel erreichen. Der Tempel an sich ist nicht besonders spektakulär. Das Highlight hierbei ist eher der ca. 30-minütige Fußweg dorthin, der einen dicht an den beeindruckenden Kalksteinfelsen und den endlos erscheinenden Reisfeldern vorbei führt. Hier begegnet einem kaum ein Tourist und man kann die völlige Ruhe und Einsamkeit genießen.
Eintritt kostenlos.

Die Bich Dong Pagoda kann sowohl mit dem Fahrrad, dem Motorbike oder auch bei einer etwas längeren Wanderung erkundet werden. Dabei handelt es sich um eine Pagode, die sich sozusagen über mehrere Etagen erstreckt. Es war nett sie gesehen zu haben, aber für uns auch kein Must-Do. Eventuell ist es interessanter, wenn man einen Tourguide dabei hat, der einem das ein oder andere darüber verrät, denn vor Ort hat man nur wenige bzw. gar keine Möglichkeiten etwas über sie in Erfahrung zu bringen.
Eintritt kostenlos

Jaa und dann gab es da noch die „Dong Thien Chung“-Höhle – eine ganz seltsame Sache, die uns dort passiert ist. Neben der Bich Dong Pagoda führt ein weiterer steiniger Weg auf die Spitze eines Felsen. Da wir ja neugierig sind und da auch ein Schild mit „Dong Thien Chung 90m“ stand, wollten wir natürlich sehen was dort ist. Oben angekommen, hatte man eine wunderschöne Sicht auf ein kleines verlassenes Tal. Dort gab es 2 kleine Seen, eine Hütte und ansonsten nur Grünflächen mit Kalksteinfelsen drum herum. Eine Frau stand auf dem Feld und ein Mann vor der Hütte. Als wir die Stufen langsam hinunter gingen und der Mann uns sah, winkte er uns zu sich. Ohne weiter darüber nach zu denken, folgten wir seinem Winken natürlich. Als wir ca. 30 m von ihm entfernt waren, schnappte er sich einen großen Schlüsselbund und eine Taschenlampe, schaute uns an, deutete in Richtung Felswand und lief ohne ein Wort zu sagen los. „Wo will der denn jetzt hin“, fragte ich Dennis etwas verdutzt. „Komm wir gehen ihm einfach mal hinterher“, sagte der natürlich in seinem „jugendlichen Leichtsinn“. Wir folgten ihm den kleinen schmalen Pfad in Richtung Felswand. Immer wieder drehte er sich nur kurz zu uns um, lief dann aber wortlos weiter. An der Felswand angekommen, öffnete er das Schloss eines Tores, welches sich vor einem dunklen, schwarzen Loch in befand. Er schaute uns an und winkte uns wieder kommentarlos rein. „What is it?“, fragte ich ihn etwas skeptisch. Wieder winkte er nur und deutete in das schwarze Loch. „What is inside?“, startete ich einen zweiten Versuch, doch er schien kein Wort zu verstehen – zumindest reagierte er nicht auf meine Fragen. Das war mir jetzt wirklich eine Nummer zu unheimlich. „Keine 10 Pferde bekommen mich da rein“, sagte ich schließlich zu Dennis, der noch zögerte ob er das grad übertrieben spannend oder abartig gruselig finden soll. „Ne?“ – „Niemals!“. Meine Neugierde schlug schlagartig in Panik um und ich eilte in Richtung Fels. Natürlich fragten wir uns im Nachhinein, ob wir überreagiert haben (was wir sicherlich taten) und es einfach hätten probieren sollen, aber im Ernst, hättet ihr euch in diesem Moment getraut rein zu gehen? Unsere Neugierde ist aber immer noch groß, falls also einer von euch diese ominöse Höhle je besucht hat oder besuchen wird, bitte hinterlasst einen Kommentar und verratet uns, was ihr drinnen vorgefunden habt. 😀

Eine weitere Attraktion dieser Gegend ist der Tourism Eco-Park. Am Besten zu erreichen mit dem Motorbike oder eventuell auch dem Fahrrad. Auch wenn es sich hierbei um eine Art künstlich angelegten Park handelt, es er dennoch sehenswert. Er beherbergt u. a. eine dreistöckige wunderschöne Höhle, einen Vogelpark und viele weitere kleine Highlights. Kleiner Tipp: Geht frühzeitig dort hin, denn um alles zu sehen, muss man etwas umher laufen und das dauert einige Zeit. Wir waren etwas spät dran und konnten uns deshalb leider nicht mehr alles anschauen.
Der Eintritt in dieses Gebiet kostet 100.000 Dong (ca. 4 Euro) pro Person.

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Von den Mua Caves soll man eine traumhafte Aussicht über die „trockene Halong Bay“ haben. Wir selbst haben es aber zeitlich nicht mehr geschafft, daher kann ich leider nicht all zu viel darüber berichten.

Außerdem starten viele von Tam Coc aus Ausflüge in den Cuc Phuong Nationalpark. Wir hatten nach Sapa aber erst einmal die Nase voll von Touren und entschieden uns dagegen. Von anderen Backpackern haben wir aber gehört, dass es ein sehr lohnenswerter Tagesausflug sein soll, der auch im „The Long Hotel“ gebucht werden kann.

Hotelempfehlung Tam Coc


Nachdem wir die letzte Nacht vor unserer Reise nach Tam Coc in einem abolut ekelhaften Schimmelzimmer in Hanoi verbrachten, waren wir sehr gespannt auf das Zimmer in Tam Coc. Ich kann nur sagen, es war wirklich ein Traum. Wir übernachteten in einem Doppelzimmer im „The Long Hotel“. Für alle die alleine Reisen oder Hostels bevorzugen, bietet sich das „Backpackers Hostel Tam Coc“ an, das direkt gegenüber liegt und zu dem Hotel dazu gehört. Hier gibt es auch eine ganz nette Bar mit Billiardtisch, aber Achtung, die Barherren sind etwas verpeilt und vergessen gerne mal, was eigentlich bestellt wurde. Die Zimmer im „The Long Hotel“ waren super groß, sauber und schön eingerichtet. Auf jeder Etage des verwinkelten Hotels befanden sich kleine Balkone mit gemütlichen Outdoor-Möbeln auf denen man relaxen konnte.
1 Nacht im Doppelzimmer inklusive Frühstück kostete 16 USD. Außerdem gab es einen 40% Gutschein auf alle Speisen und Getränke im Hotel und eine Happy Hour Card, bei der man am Abend ein Getränk gratis bekam.


Von Tam Coc aus ging es für uns mit dem Nachtbus ins schöne Dong Hoi und zu den traumhaften Höhlen im Phong Nha Ke Bang Nationalpark.

Die Autorin: Vanessa

Hallöchen, mein Name ist Vanessa und ich bin die Organisationseinheit auf unseren Reisen. Ich bin Sonnenanbeterin und eine absolute Wasserratte, daher liebe ich besonders den Strand und das Meer. Ganz nach dem Motto „collect moments not things…“, genieße ich jeden einzelnen Moment, den ich mit außergewöhnlichen Erlebnissen verbringen kann.

2016-12-19T14:36:58+00:00

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