Tauchkurs in Thailand (Khao Lak)

Tauchkurs in Thailand

Mich fasziniert das Meer und die Unterwasserwelt schon lange, aber bislang war ich nur als Schnorchlerin unterwegs. Das sollte sich allerdings dank des geplanten Tauchkurses in Thailand (Open Water Diver) ändern. Klar, ich hätte auch in Deutschland einen Kurs machen können, aber ich hatte ehrlich gesagt keine Lust darauf, tauchen in einem Schwimmbecken zu lernen, in dem ich mir die Fliesen unter Wasser mal ganz genau anschaue.

Da das Thema Tauchkurs für mich sehr aufregend und spannend war (da ich ja insgeheim ein kleiner Angsthase bin), folgt jetzt ein sehr ausführlicher Bericht. Ideal geeignet für alle, die vielleicht auch noch Zweifel haben oder sich fragen, wie so ein Tauchkurs in Thailand im Detail abläuft. 🙂

Bevor ihr jetzt schon auf tolle Bilder spekuliert, muss ich euch leider sagen, dass ich so aufgeregt war, dass ich mich auf mich selbst konzentrieren musste und keine Fotos machen konnte. Dennis hat allerdings einiges an Videomaterial, was er noch zu einem tollen Clip basteln wird – cooming soon! 🙂

Tauchkurs in Thailand – Welcher Ort ist der Richtige?

Wir sind nach Phuket geflogen und da wir während einer 10-tägigen Segelreise durch die Andamanensee schon viele der Inseln erkundeten, kamen für uns nur Phuket oder Khao Lak für den Tauchkurs in Frage. Wir entschieden uns für Khao Lak. Warum, kann ich ehrlich gesagt nicht mehr genau sagen.

Ich habe lange nach Tauchschulen in Khao Lak recherchiert und mir hunderte Bewertungen durchgelesen. Im Endeffekt habe ich mich für die deutsche Tauchschule Sea Bees entschieden. Rezensionen, Fotos & das Preis-Leistungsverhältnis haben mich überzeugt.

Sea Bees Khao Lak – So buchst du deinen Tauchkurs

Den Open Water Diver-Kurs haben wir ganz einfach über die Webseite gebucht. Wir mussten eine Anzahlung leisten und den Rest vor Ort bezahlen – es war übrigens der Günstigste von all den Open Water Diver-Tauchkursen in Khao Lak, die ich mir online angeschaut habe. Nach der Buchung kannst du dich online bei SSI registrieren, um Zugang zu deinen Theorie-Unterlagen zu erhalten. Wie das alles im Detail funktioniert wird dir aber auch noch einmal auf der Webseite von Sea Bees unter dem Reiter eLearning erklärt. Denn auch wenn ganz viel Theorie während des Kurses erklärt wird, für die Prüfung musst du vorab, mittels einer App, lernen. Ich habe erst im Flugzeug angefangen zu lernen und das war schon etwas knapp. Ich denke man sollte ca. 15-20 Stunden einplanen, um sich das entspannt zu Gemüte zu führen. Bei Dennis ging das zwar deutlich schneller, aber er sieht sowieso immer alles ganz locker & easy im Vergleich zu mir…

Das Paket für den Tauchkurs sah wie folgt aus – alles im Preis inkludiert:

  • 3 Tage Tauchkurs (1 Tag im Pool, 2 Tage und 4 Tauchgänge im Meer)
  • Frühstück (GEILES Bananenbrot) und Mittagessen (leckere Sandwiches) auf dem Boot
  • Tauchausrüstung
  • Unterlagen zum Lernen (App) inkl. Prüfungsfragen am Ende jedes Kapitels
  • Theoretische Prüfung & Zertifizierung zum Open Water Diver
  • Abholung und zurückbringen von und zum Hotel
  • Handtücher an Bord
  • Sympathische, nette & kompetente Tauchlehrer
  • Gute Stimmung
  • Übrigens: Wer nach dem Tauchkurs einen weiteren Tauchausflug bei den Sea Bees bucht erhält die komplette Ausrüstung dafür gratis

Tauchtauglichkeitstest für den Tauchkurs

So gerne ich auch den Tauchkurs in Thailand machen wollte – ich hatte auch extrem Angst und war furchtbar aufgeregt. Ich male mir gerne bei solchen Sachen das Schlimmste aus und rede mir ein, körperlich überhaupt nicht dafür geeignet zu sein. Um also auf Nummer sicher zu gehen und auch weil ich den medizinischen Fragebogen von den Sea Bees (den man vorab ausfüllen muss) sowieso nicht einwandfrei bestanden hätte, entschloss ich mich noch vor der Reise dazu, zu einem Tauchmediziner zu gehen und einen Tauchtauglichkeitstest zu machen. Bei so einem Test wird u. a. ein EKG erstellt, ein Lungenfunktionstest durchgeführt, getestet ob der Druckausgleich in den Ohren funktioniert und in einem Gespräch geklärt, ob es irgendwelche gesundheitlichen Einschränkungen oder Bedenken gibt. Nach ca. einer halben Stunde war der Tauchtauglichkeitstest durch und ich 80 € ärmer. Gelohnt hat es sich trotzdem, denn ich habe mich danach sicher gefühlt, dass mein Körper bereit ist zum Tauchen.

Der Tauchkurs in Thailand beginnt – PAAAANIIIIK!

Tag 1

Wir sollten vorab bei Sea Bees angeben in welchem Hotel wir sind, sodass sie uns abholen konnten. Zur geplanten Uhrzeit fuhr also ein Wagen vor und brachte uns zur Tauchschule. Dort angekommen wurden wir sehr herzlich in Empfang genommen. Wir lernten die anderen kennen, die ebenfalls mit uns den Tauchkurs absolvierten und Camille, unsere Tauchlehrerin.
Ich gebe ehrlich zu, dass ich mit einer deutschsprachigen Lehrerin gerechnet hatte, was mich auch sehr beruhigte, weil ich Angst hatte in englisch die ganze Theorie nicht zu verstehen. Nun sprach Camille allerdings nur englisch. Meine kurze Panik-Attacke legte sich aber schnell nachdem ich merkte, wie super einfach und verständlich Camille alles erklärte.
Nach den Anmeldeformalitäten folgte dann die theoretische Prüfung. Es reichte zwar nicht für 100%, aber bestanden haben wir glücklicherweise trotzdem alle. Das war die Voraussetzung, um in die Pool-Übungen zu starten. Ja, ihr habt richtig gelesen. Jetzt durfte ich mir also doch die Fliesen unter Wasser anschauen. Ich war aber ehrlich gesagt ganz froh, dass ich nicht sofort ins “kalte Meer” geschmissen wurde. Camille erklärte uns die komplette Ausrüstung, wie wir sie korrekt zusammenbauen müssen und wie wir sie anlegen. Den restlichen Tag verbrachten wir dann im Pool und trainierten alle wichtigen Sachen, die es für das Tauchen zu wissen gilt. Wir machten uns mit der Ausrüstung vertraut, übten das Abtauchen, Auftauchen, Druckausgleich, Tarieren, Brille leeren, die Zeichensprache und und und…
Camille schaffte es, dass ich mich trotz meiner Nervosität nach dem ersten Tag schon sehr vertraut mit der Ausrüstung unter Wasser fühlte. Sie ist eine wirklich leidenschaftliche Taucherin, dass merkt man sofort. Zusätzlich nimmt sie ihre Aufgabe als Tauchlehrerin sehr ernst und ist super verantwortungsbewusst, dass zeigte sie auch an den folgenden Tagen beim Tauchen im Meer. Zusätzlich erklärt sie alles wirklich sehr verständlich und steht einem zur Seite, wenn mal etwas nicht gleich läuft wie geplant – wie bei mir z. B. der Druckausgleich. Mit ihr an der Seite fühlte ich mich bereit am nächsten Tag den Sprung ins Meer zu wagen. 🙂

Tag 2

Pünktlich wurden wir wieder am Hotel abgeholt und zum Hafen gebracht. Dort wurden wir zu unserem Boot begleitet und trafen auf Camille und den Rest der Truppe. Wir fuhren zum Tor 13, unserem Tauchspot für diesen Tag. Vor Ort angekommen legten wir die Tauchausrüstung an und ab ins Wasser. Beim ersten kurzen Blick unter Wasser wurde mir mulmig. Die Sicht war schlecht und das Gefühl jetzt gleich in diese ungewisse Tiefe ab zu tauchen ließ meine Aufregung noch einmal ums 1000-fache in die Höhe schießen. Um das erste Abtauchen einfacher zu gestalten, sind wir an einer Muringleine abgetaucht – zumindest habe ich es versucht. Ich war die Letzte von uns 4 – keine gute Idee. Meine Nervosität führte dazu, dass ich das Gefühl hatte keine Luft unter Wasser zu bekommen. Ich gab Camille also ein Zeichen und wir tauchten auf. Leicht panisch klagte ich ihr mein Leid mit dem Zusatz, dass ich mir sicher bin, es kommt einfach nur von der Aufregung. Sie war extrem verständnisvoll und gab mir das Gefühl, dass es völlig in Ordnung und vor allem normal ist, dass ich aufgeregt bin. Sie “nahm mich an der Hand” und tauchte langsam mit mir zusammen ab und schwupps, schon waren wir am Grund angekommen. War dann doch gar nicht so schwierig. In unseren beiden Tauchgängen des Tages trainierten wir noch einmal alles was wir am Vortag schon im Pool geübt haben, um uns sicherer mit der Ausrüstung im Meer zu fühlen. Wir nutzen die Zeit aber natürlich auch, um etwas die Unterwasserwelt zu erkunden. Leider hatten wir allerdings nicht allzu viel Glück mit der Sicht. War aber gar nicht so schlimm, weil es einfach schon ein hammermäßiges Gefühl war sich unter Wasser so frei bewegen zu können.

Tag 3

Der letzte Tag stand bevor und die große Frage: Werden wir heute zu Open Water Divern oder werden wir es verkacken? Wir wurden wieder zum Hafen gebracht und es ging zum Tauchspot des Tages, dessen Namenn ich leider vergessen habe (shame on me). Im Wasser angekommen merkte ich, dass ich meine Aufregung glücklicherweise unter Kontrolle hatte. Ich freute mich einfach nur. Leider hatten wir auch an diesem Tag nicht viel Glück mit der Sicht. Trotzdem war es ein cooler Tauchspot und auch diesmal überwältigte mich einfach das Gefühl des Tauchens. Highlight des Tages war allerdings, dass Camille uns am Nachmittag freudig die Botschaft überbringen konnte, dass wir ab jetzt Open Water Diver sind. Yiiiiippie!

An der Stelle noch einmal einen ganz großen Dank an Camille. Ich hätte mir wirklich keine bessere Tauchlehrerin vorstellen können. Sie liebt das Tauchen und das spürt man nicht nur, sondern es schwappt direkt auf einen selbst über. Zusätzlich geht sie sehr verantwortungsvoll mit ihrer Rolle als Lehrerin um. Sie hat immer ein Auge auf dich und reagiert sofort, wenn irgendetwas nicht stimmt. Dank ihrer ruhigen Art habe selbst ich es zum Open Water Diver geschafft. 😀 Außerdem ist sie einfach super sympathisch und cool drauf. Ihr merkt, ich bin großer Camille-Fan geworden. 😀
Und weil wir es so toll fanden mit ihr zu tauchen und weil wir eben leider auch nicht so viel Glück mit der Sicht hatten, haben wir nach unserem Tauchkurs direkt noch eine Tour mit Sea Bees zu den Similan Islands gebucht – dazu aber mehr in dem Artikel Tauchen an den Similan Islands in Thailand.

Fazit

Wir waren mehr als zufrieden. Ich würde sogar sagen, wir waren begeistert von dem Tauchkurs in Thailand. Die Jungs und Mädels von Sea Bees sind super freundlich & sehr sympathisch und was mir immer sehr wichtig ist kompetent und verantwortungsbewusst. Die Organisation war einwandfrei und auch die Erreichbarkeit der Office-Mitarbeiter, bei Fragen vorab, war super. Ich habe immer schnell eine Antwort auf meine Mails bekommen. Der Tauchkurs hat uns dank des Teams zu begeisterten Open Water Divern gemacht. Danke an das ganze Team! Wir werden euch auf jeden Fall uneingeschränkt weiterempfehlen.

Falls ihr euch für den Tauchkurs dort interessiert findet ihr hier den Link.

 

2019-05-12T12:07:39+01:00

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