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Transportmittel – Reisen in Vietnam

Bus, Taxi, Motorbike & Co

Vietnam bietet sich optimal an, um eine Rundreise auf eigene Faust zu unternehmen, denn in ganz Vietnam wird dir das Reisen wirklich sehr, sehr einfach gemacht. In jedem Hotel, Hostel oder Guesthouse kannst du dir bequem und vor allem auch sehr spontan Tickets für Busse, Züge oder auch Ausflüge buchen. Im Folgenden haben wir dir mal eine Übersicht über die verschiedenen Transportmittel zusammen gestellt.

Sleeper Bus Vietnam (Open-Tour-Bus) vs. Nachtzug Vietnam


Wir haben auf unserer ganzen Vietnamreise immer den Bus, insbesondere den Sleeper Bus, dem Nachtzug vorgezogen. Das hat genau drei Gründe:

  1.  Der Bus schneller als der Nachtzug, denn mit ca. 60km/h und vielen Stopps braucht der Nachtzug deutlich länger als der Sleeper Bus, um sein Ziel zu erreichen.
  2. Der Sleeper Bus einfach günstiger ist als der Nachtzug und der Komfort im Bus nicht viel schlechter zu sein scheint, als im Zug (das haben uns zumindest viele Reisende und Einheimische versichert!).
  3. Als Letztes darf man natürlich auch nicht vergessen, dass man sich mit dem Sleeper Bus kostbare Reisezeit spart. Man steigt abends in den Bus ein, schläft dadrin und kommt am nächsten Morgen erholt am neuen Ziel an. Dadurch spart man sich nicht nur eine Nacht Hotel, sondern kann seine Reisezeit auch optimal nutzen, da man tagsüber die wertvollen Stunden nicht im Bus verbringen muss.

Der Sleeper Bus verbindet eigentlich alle touristischen Anlaufpunkte miteinander und du kannst ihn ganz bequem in jedem Hostel, Hotel oder Guesthouse buchen. Wir haben den Bus meist erst einen Tag vor Abreise gebucht und das war nie ein Problem. Am Abend wirst du dann vom Hotel abgeholt und in den Bus eingeladen. Im Sleeper Bus gibt es 3 Bett-Reihen mit jeweils mehreren Etagenbetten. Es ist relativ eng dadrin, deswegen würde ich so wenig wie möglich mit in den Bus nehmen. Pack alles was geht in deinen großen Trekkingrucksack. Auf jeden Fall dabei haben solltest du aber einen langen Pulli, ein Sarong-Tuch und vielleicht Socken, da du deine Schuhe beim Betreten des Busses ausziehen musst und die Klimaanlage durchgehend läuft! Eventuell kannst du dir noch etwas zu Trinken und einen kleinen Snack einpacken. Drin kannst du es dir dann im Sitzen oder Liegen mit einer Decke (wird gestellt) bequem machen bzw. schlafen bis du am Ziel ankommst.
TIPP: Meist hat der Bus nur ein großes Ziel, dass er anfährt. Falls du aber mal nicht bis zur Endstation mitfahren willst, dann sag dem Fahrer vor Abfahrt noch einmal ganz deutlich wo du hin willst und behalte die Route am Besten ein wenig auf deinem Smartphone im Auge.

Falls du schon von Anfang an eine feste Route durch Vietnam im Kopf hast, dann könnte es sich auch lohnen ein Kombi-Open-Tour-Bus-Ticket zu kaufen. Mit diesem Ticket kannst du bestimmte Stationen anfahren, z. B. Hanoi – Hue – Hoi An – Nha Trang – Ho-Chi-Minh-Stadt, du kannst zwar jederzeit ein- und aussteigen wann du willst, kannst aber eben nur diese Orte anfahren. Dadurch bist du nicht mehr ganz so flexibel, aber falls du wie gesagt schon einen festen Plan hast, dann lohnt sich das mehr, als wenn du immer einzeln die Tickets buchst. Frag einfach in deiner Unterkunft nach dem Ticket für den Open-Tour-Bus, die wissen sicherlich Bescheid und können dich beraten.

(Tages-) Bus Vietnam


Wenn wir nur kurze Strecken zurück gelegt haben, wie beispielsweise von Da Lat nach Mui Ne, dann sind wir mit einem ganz normalen (etwas kleineren) Bus gefahren. Buchen kannst du den aber natürlich auch wieder in deinem Hotel. Du musst auch nicht sagen, welche Art von Bus du möchtest, die Hotelbesitzer regeln das schon für dich, sag einfach nur wann und wo du hin willst. Achtung! Diese Fahrten sind nichts für schwache Nerven :). Die Fahrer dieser Busse haben einen sehr eigenen Fahrstil – schnell, riskant, aber sicher! Gerade bei Bergstrecken rutscht einem regelmäßig das Herz in die Hose, aber nach 2-3 Fahrten hat man sich auch daran gewöhnt. Wie hat unser Hostelbesitzer so schön gesagt? „Am Besten du schaust zum Seitenfenster raus, denn wenn du schaust was der Fahrer da treibt, denkst du er ist völlig verrückt!“

Inlandsflüge Vietnam


Vietnam ist ein sehr langgezogenes Land, daher ist es bei manchen Strecken wirklich ratsam auf Inlandsflüge zurück zu greifen. Gerade wenn man z. B. nicht all zu lange Zeit hat und gerne den Süden (Ho-Chi-Minh-City), Zentralvietnam (Hoi An, Hue) und auch den Norden (Hanoi) sehen will, dann empfiehlt sich definitiv ein Flug, denn von Ho-Chi-Minh-City nach Hoi An beispielsweise fährt der Bus um die 20 Stunden und das ist kostbare Reisezeit, die man sich sparen könnte. Vietnam Airlines, Jetstar Pacific und VietJet sind günstige Airlines für Inlandsflüge in Vietnam. Flüge solltet ihr aber am Besten etwas früher buchen, um einen guten Preis zu bekommen.

Taxi und Motorbike-Taxi Vietnam


Taxis sind in der Regel das teuerste Transportmittel in Vietnam. Wenn ihr ein Taxi benutzt, dann achtet immer darauf, dass das Taxometer eingeschaltet ist, sonst gibt es am Ende vielleicht eine böse Überraschung. Am Besten haltet ihr immer die Adresse auf einer Map bereit, die Fahrer sprechen oft kein Englisch und man kommt wirklich nur mit „zeigen“ oder „deuten“ weiter.

Abenteuerlicher und billiger sind die Moped-Taxis (Xe Om). Gerade in kleineren Städten bieten dir viele Moped-Fahrer den Service an, dass sie dich dort hin bringen, wo immer du hin willst. Mach dir keine Sorgen, dass deine Sachen nicht alle auf das kleine Moped passen – das passt! In Vietnam passt in der Regel nämlich immer mehr auf ein Moped, als man erwartet. Selbst Dennis, ich, unsere beiden großen Trekkingrucksäcke und unsere beiden vollgestopften Tagesrucksäcke passen auf ein Moped + Fahrer! 🙂 Meist könnt ihr mit den Fahrern auch einen wirklich guten Preis verhandeln. Auf jeden Fall nicht einfach den Preis akzeptieren, der euch als erstes gesagt wird, der ist nämlich schon teilweise unverschämt teuer!

UBER – die beste Alternative zu Taxis


Für all diejenigen, die den Taxi-Fahrern nicht ganz vertrauen und auch auf ihr Budget achten müssen, empfiehlt sich UBER. UBER ist eine App, über die du dir Fahrer bestellen kannst, die dich zu einem ausgewählten Ziel bringen. Genau gesagt läuft das so: die Fahrer sind hier ganz normale Einheimische, die sich mit einem Profil (Foto, Name, Automarke/-Typ/-Kennzeichen) anmelden und hier auch Bewertungen von Mitfahrern bekommen. In der App gibst du dann an, wo du dich aktuell befindest. Daraufhin wird dir angezeigt, ob sich ein Fahrer in deiner Nähe befindet. Wenn ja, dann kannst du dein gewünschtes Ziel eingeben und es wird dir der ungefähre Preis für die Fahrt angezeigt. Erst danach entscheidest du, ob du abgeholt werden möchtest. Falls ja, dann kommt der Fahrer zu dem von dir angegebenen Ort. Du erkennst ihn i. d. R. am Kennzeichen, dem Autotyp oder dem Foto aus dem UBER-Profil. Er fährt dich dann zu dem Ziel und du kannst auf der App die Route verfolgen. Am Ziel angekommen bestätigt der Fahrer in der App deine Fahrt und das Geld wird von deiner Kreditkarte abgebucht, die du vorher in der App hinterlegen musst (alternativ kannst du auch PayPal als Zahlungsweise angeben). Das ist wirklich eine billige und „Abzocke“-sichere Alternative zu Taxis. Voraussetzung ist jedoch eine Internetverbindung.

Motorbike Vietnam – auf eigene Faust unterwegs


Die ersten Tage in Vietnam denkst du dir wahrscheinlich – „niemals steige ich auf ein Motorbike und fahre in dem Chaos selbst“ – genau so ging es uns auch. Der Verkehr in Vietnam ist wirklich total verrückt und chaotisch. Nach ein paar Tagen mussten wir es dann aber doch ausprobieren und es ist total praktisch, weil du so flexibel und unabhängig bist und die ganzen Städte und Umgebungen auf eigene Faust erkunden kannst. Die meisten Touren die dir z. B. von Easy-Ridern angeboten werden, kannst du auch selbst auf eigene Faust unternehmen und kommst damit viel billiger davon. Oft ist es nämlich so, dass dich die Tourguides irgendwo hin fahren und dich dort dann die Umgebung alleine erkunden lassen. Wenn du erst einmal los gefahren bist, findest du dich auch schnell zurecht in dem Verkehrs-Chaos. Auf jeden Fall ist aber höchste Konzentration und Vorsicht geboten, sonst kann das auch ganz schnell nach hinten los gehen. Außerdem solltest du auf die Geschwindigkeit achten – innerorts 40km/h, außerorts 60km/h – gerade in und um Mui Ne z. B. zieht die Polizei gerne mal die Touristenraser raus und kassiert dann ordentlich ab.

Und jetzt wünschen wir euch eine gute und spannende Fahrt durch Vietnam… 🙂

Die Autorin: Vanessa

Hallöchen, mein Name ist Vanessa und ich bin die Organisationseinheit auf unseren Reisen. Ich bin Sonnenanbeterin und eine absolute Wasserratte, daher liebe ich besonders den Strand und das Meer. Ganz nach dem Motto „collect moments not things…“, genieße ich jeden einzelnen Moment, den ich mit außergewöhnlichen Erlebnissen verbringen kann.

2016-12-19T14:36:58+00:00

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